VP-Karl: Neue Hundepartei ist durchaus entbehrlich

Neue Hunde-Partei sollte sich eher "Sommerlochpartei" nennen

Wien (ÖVP-Klub) Kritisch äußerte sich heute VP-Gemeinderat und Hundeexperte Franz KARL zur angekündigten Gründung einer "Hundepartei" auf Wiener Ebene. "Eine Partei sollte nicht nur ein spezifisches Segment abdecken, sondern muß sich mit allen gesellschaftlichen Bereichen und Problemen auseinandersetzen", so KARL.***

KARL erinnerte daran, daß sich weder die "Autofahrer"-Partei, noch die sogenannten "Morgenmuffel" sehr lange behaupten oder gar durchsetzen konnten. Der mit allen Problemen rund um die Hundehaltung bestens vertraute VP-Gemeinderat versteht die Motive der Gründung dieser neuen Partei nicht und hält sie "für weitgehende entbehrlich". Einseitige Interessensvertretung und Lobbying sei über Vereine oder andere Organisationsformen wesentlich besser machbar.

Zudem habe die Wiener ÖVP immer eine sehr kompetente und sachorientierte Politik in Fragen rund um die Hundehaltung betrieben. "Artgerechte Tierhaltung, Sauberkeit und Sicherheit sind die drei wesentlichen Merkmale unserer Bemühungen in diese Richtung", so KARL. Die artgerechte Tierhaltung sei in einer Großstadt wie Wien ein ernst zu nehmendes Problem, dessen sich die Wiener ÖVP in zahlreichen parlamentarischen Initiativen schon angenommen habe. Auch der Kampf um mehr Sauberkeit auf den Straßen Wiens, sei der Wiener VP ein wichtiges Anliegen.

"Den medialen "Overkill" dieses Sommers rund um die Kampfhunde habe ich auch mit gemischten Gefühlen mitverfolgt", so KARL. Tatsache sei nämlich, daß die Wiener VP dieses Problem schon seit Jahren thematisiert. "Bereits 1992 haben wir im Wiener Gemeinderat einen Antrag gestellt, der das Problem der Kampfhunde in Wien lösen hätte können", erinnerte KARL. Der damals zuständige Stadtrat Michael HÄUPL habe das Problem aber damals ignoriert, jetzt stehe man vor einem Scherbenhaufen und versuche das Problem mit Anlassgesetzgebung in den Griff zu bekommen. "Wenn man endlich die allgemein bekannten Forderungen der Wiener VP nach einem Hundeführerschein, der Kennzeichnung von Hunden durch Chipkarten, das Zucht- und Importverbot für bestimmte Rassen, u.v.m. berücksichtigen und umsetzen würde, dann wären die derzeitigen Probleme mit Kampfhunden schnell aus der Welt geschafft", so der VP-Politiker.

Für eine neue Partei gebe es somit keinen Bedarf, betonte KARL und fügte hinzu: "Ich verstehe diese neue Partei eher als "Sommerloch"-oder "Saure-Gurken-Zeit"-Partei, ebenso wie ich die weit übertriebene Panikmache der Medien in diesem Sommer zum Thema der Kampfhunde für überflüssig halte."

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