Polnische Botschafterin zu Besuch in Vorarlberg BILD

LH Sausgruber: Positive Grundhaltung Vorarlbergs zur EU-Ost-Erweiterung

Bregenz (VLK) - Irena Lipowicz, die Botschafterin Polens
in Österreich, stattete heute, Mittwoch, Landeshauptmann
Herbert Sausgruber ihren Antrittsbesuch im Landhaus in
Bregenz ab. Im Mittelpunkt des Gespräches stand dabei die
Bedeutung der EU-Ost-Erweiterung und die sich daraus
ergebenden neuen strategischen Partnerschaften, die auch für Österreich und Vorarlberg interessant sein werden,
insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht. ****

Landeshauptmann Herbert Sausgruber verwies im Gespräch auf
die positive Grundhaltung Vorarlbergs zur EU-Ost-Erweiterung. Sausgruber betonte das Interesse Vorarlbergs an der
Regionalisierung Polens, wodurch ein "politischer
Gleichklang" entstehe. Botschafterin Lipowicz berichtete
Sausgruber auch über die in Polen durchgeführten Reformen (Regierungs-, Gesetzes-, Renten-, Bildungsreform), und dass
jetzt die Agrarreform in Angriff genommen werde.

Weiters teilte Lipowicz Landeshauptmann Sausgruber ihre Anerkennung darüber mit, wie in Vorarlberg die
Naturkatastrophen bewältigt werden und wie das
Katastrophenwesen funktioniert. Lipowicz möchte sich auch
dafür einsetzen, dass die Bekanntheit Vorarlbergs in Polen gesteigert wird. Vorarlberg sei vor allem wegen seiner großen Familienfreundlichkeit für polnische Gäste ein beliebtes
Ziel.

LTP Dörler: Freundschaftliche Beziehungen zu Polen

Im Anschluss an das Treffen mit Landeshauptmann Sausgruber begrüßte auch Landtagspräsident Manfred Dörler die Botschafterin. Dörler wies bei dem Treffen auf die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und Österreich, insbesondere auch Vorarlberg, hin und betonte ebenfalls die
positive Grundhaltung Vorarlbergs in Fragen der Ostöffnung
der EU. Die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und Polen
sollen bis 2002 abgeschlossen sein.

Landtagspräsident Manfred Dörler, der Vorarlberg auf gesamteuropäischer Ebene auch im Ausschuss der Regionen (AdR) vertritt, betonte bei dem diplomatischen Treffen die positive Grundhaltung Vorarlbergs zur Ostöffnung der Europäischen
Union. Gerade im Zuge der EU-Präsidentschaft Österreichs sei
es vor zwei Jahren zu einer Intensivierung der Beziehungen
zwischen Polen und der EU gekommen und Polen rechne bis zum
Jahr 2002 mit einem Abschluss der Beitrittsverhandlungen.

Österreich: Wichtiger Handelspartner Polens

Österreich gehört mit zu den wichtigsten Handelspartnern
Polens und liegt derzeit auf Rang zwölf in der Statistik.
Seit August 1996 gibt es zwischen Polen und Österreich ein
Abkommen über wirtschaftliche, technische und technologische Zusammenarbeit. Beide Länder verfügen damit über eine solide Basis für die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen.
Die Summe der Exporte und Importe stieg die letzten Jahre
rasant und betrug den letzten Zahlen zufolge jährlich rund 13 Milliarden Schilling. Auf der Liste der ausländischen
Investoren in Polen belegt Österreich den achten Platz. Ein Entwicklungspotenzial liegt dabei noch in der industriellen technischen und technologischen Kooperation. Insgesamt liegt Österreichs Anteil an den Auslandsinvestitionen in Ost-Mitteleuropa durchschnittlich bei zehn Prozent.

Nach Meinung der Europäischen Kommission wird sich die Wirtschaft in Polen schneller entwickeln als bei den meisten
seiner Nachbarn. Das Wachstum wird in den kommenden zwei
Jahren jeweils fünf Prozent überschreiten. Die Bedeutung
Polens mit seiner Fläche von 312.683 Quadratkilometern und
rund 38 Millionen Einwohnern als Handelspartner lässt sich
aus der Handelsbilanz ablesen. So beliefen sich Polens
Exporte in Länder der EU vor drei Jahren auf weit über 200 Milliarden Schilling, die Importe dagegen auf rund 340
Milliarden. Insgesamt entfielen auf EU-Länder 65 Prozent des gesamten polnischen Aussenhandels, womit Polen auf Platz
sieben der EU-Handelspartner rangiert.
(ug/hapf/Moma/dig,nvl)

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