Sallmutter: Richtigstellung zu den Einsparungen im Medikamentenbereich aufgrund preisseitiger Maßnahmen

Sommerloch sollte nicht als Märchenstunde mißbraucht werden

"Die Angaben seitens der Pharmaindustrie und Staatssekretär Dr. Waneck, wonach im Medikamentenbereich auf Herstellerebene Einsparungen in der Höhe von 1,6 bis 1,8 Mrd. S erzielt wurden sind unrichtig", stellt Hans Sallmutter, der Präsident des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger fest. Diese Zahlenspielereien seien jenseits der Vorgangsweise eines ordentlichen Kaufmannes.

Zur Kostenkonsolidierung im Medikamentenbereich wurde - nach vorläufigen Berechnungen auf Netto-Preis-Basis, die sich im Detail noch verändern können - folgendes aufgrund preisseitiger Maßnahmen erreicht:

Industrie/Depositeure: 350 Mio. S fiktiver Jahreswert, davon werden im Jahr 2000 rund 180 Mio. S, im Jahr 2001 rund 440 Mio. S wirksam.

Arzneimittelgroßhandel: Aufgrund der neuen Verordnung über die Höchstaufschläge mit in Kraft treten 1.6.2000 werden im Jahr 2000 rund 160 Mio. S, im Jahr 2001 rund 310 Mio. S wirksam.

Öffentliche Apotheken: Der mit Wirksamkeit 1.1.2000 vereinbarte Solidaritätsbeitrag bringt der Sozialversicherung im Jahr 2000 180 Mio. S, 2001 werden es mehr als 300 Mio. S sein.

Hausapotheken: Die Verhandlungen sind im Gange.

"Trotz laufender Preissenkungen in allen Bereichen wird die von Staatssekretär Dr. Waneck verkündete Einsparung von insgesamt 2,5 Mrd. S aus heutiger Sicht durch die von unseren Vertragspartnern zugestandenen Preisreduktionen nicht erreicht werden", so Sallmutter.

Es ist absehbar, dass die Steigerung der Kosten für Medikamente auch in Zukunft über der Steigerung der Beitragseinnahmen liegen wird. Redlicherweise geht es um die Sicherstellung einer ausreichenden Finanzbasis für die soziale Krankenversicherung durch langfristige Strukturmaßnahmen. Dies ist nicht durch Rechenkünste, bei denen Jahreswerte mit mehrjährigen Werten vermengt werden, sondern allein durch eine seriöse Vorgehensweise erreichbar. Faktum ist, dass der Voranschlag der gesetzlichen Krankenversicherung für 2000 einen Abgang von über 5 Mrd. S. aufweist. Der Konsolidierungsbeitrag durch Preissenkungen beträgt in diesem Jahr gut eine halbe Mrd. S (exkl. Mwst.), der langfristig wirksame Jahreswert der Konsolidierungsmaßnahmen liegt bei etwas über 800 Mio. S., inkl. Mwst. rund eine Mrd. S.

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