Glawischnig bekräftigt Aussage zur vorzeitigen Temelin-Aktivierung

An Busek ist offensichtlich Anti-Atom-Politik spurlos vorbeigegangen

Wien (OTS) "Die Informationen der Grünen betreffend die geplante vorzeitige Aufnahme des Probebetriebs des Atomkraftwerkes Temelin stammen aus absolut verläßlicher Quelle aus Prag", entgegnet Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen, auf das Dementi des tschechischen Energieversorgers CEZ. Die heutige Ankündigung der CEZ, erst im September um eine Genehmigung der Aktivierung des Brennstoffs ansuchen zu wollen, wertet Glawischnig als weiteres Täuschnungsmanöver der Temelin-Betreiber, um den Reaktor möglichst widerstandslos in Betrieb nehmen zu können.

"Nach Bekanntwerden der Pläne für eine frühere Aufnahme des Probebetriebes scheinen die Temelin-Betreiber jetzt offensichtlich nachzugeben und die Aktivierung des Reaktors ein wenig zu verschieben", so Glawischnig. Die Grünen rechnen nach Informationen aus Prager Regierungskreisen mit einem "Einschalten" des Reaktors in der zweiten Augusthälfte oder allerspätestens Anfang September.

"Der österreichischen Bundesregierung und der EU-Kommission bleibt also noch eine Galgenfrist von maximal drei Wochen, um die Tschechische Regierung zum Einlenken zu bewegen", so Glawischnig. Die Grünen fordern Bundeskanzler Schüssel erneut auf, alles in Bewegung zu setzen um das gefährliche Nuklearprojekt an der österreichischen Grenze noch zu stoppen. - Scharfe Kritik übt Glawischnig an den Aussagen des Regierungsbeauftragten für die EU-Erweiterung Busek, an dem 20 Jahre Anti-Atompolitik sichtlich spurlos vorrübergegangen seien, so Glawischnig.

Neben einer umfassenden Umweltverträglichkeitskeitsprüfung verlangen die Grünen die Einsetzung einer internationalen Expertenkommission, um alle offenen Sicherheitsfragen zu klären, bevor der Reaktor eingeschalten wird.

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