NEWS enthüllt : Die Firmengruppe der Bartensteins vertreibt seit Juni das Anti-Baby-Präparat "Pille danach". - Firmensprecherin Bartenstein: "Das ist keine Abtreibungspille"

Wien (OTS) - - Weihbischof Andreas Laun zur "Pille danach: "Dass diese Tötungsmethode allgemein zugänglich ist, ist ein Skandal. Bin von Bartenstein schwer enttäuscht"
Vorausmeldung zu NEWS 32/00 vom 10. August 2000 =

Wie NEWS in seiner morgen erscheinenden neue Ausgabe
berichtet, wird die seit knapp zwei Monaten in Österreichs Apotheken erhältliche "Pille danach" von einem österreichischen Pharamaunternehmen ("Gerot") vertrieben, das zur Firmengruppe der Familie von VP-Wirtschaftsminister Martin Bartensteins gehört. Das unter dem Markennamen "Vikela" angebotene rezeptpflichtige Anti-Baby-Präparat (Gerot-Werbeslogan: "Ich will ein Wunschkind, kein Kind des Zufalls") soll als "Pille danach" bis zu drei Tage nach dem Geschlechtsverkehr eine ungewollte Schwangerschaft unterbinden.

Dass dieses Produkt ausgerechnet von einer Firma vertrieben wird, die seit 1997 von der Familie des ehemaligen Familienministers und Abtreibungsgegners Martin Bartentein vertrieben wird, bringt den prominenten ÖVP-Politiker nun in einen massiven Konflikt mit der katholischen Kirche::

- Salzburgs Weihbischof Andreas Laun übt im NEWS-Interview heftige Kritik an der "Pille danach" und an Bartenstein: "Dass diese Pille danach allgemein zugänglich ist, halte ich für einen zusätzlichen Skandal. Es gilt das gleiche wie für Mifegyne und jede andere Tötungsmethode. Wenn man jemanden tötet, ist die Frage, wie man es tut, moralisch gesehen völlig unerheblich: Es macht keinen Unterschied, ob jemand erstochen oder erschossen wird." Vom ehemaligen Familienminister Martin Bartenstein sei er, so Laun zu NEWS daher, "besonders enttäuscht"

- Ministergattin Ilse Bartenstein, die die Geschäfte der Bartenstein-Familienunternehmen führt und auch im Aufsichtsrat der "Pille danach"-Firma Gerot-Holding sitzt, erklärt gegenüber NEWS:
"Mit wem ich verheiratet bin , hat niemand zu interessieren. Und über weltanschauliche Dinge möchte ich nicht reden, das ist nicht mein Kaffee. Vikela ist aber keine Abtreibungspille."

- Der ehemalige Familienminister und nunmehrige Arbeits- und Wirtschaftsminister Bartenstein verweigerte auf die NEWS-Anfrage, ob seine "Pille danach" tatsächlich ? wie Kirchenvertreter behaupten -ein Präparat sei, das "Babys tötet", jede Stellungnahme: "Ich bin seit fünf Jahren nicht mehr aktiv im Unternehmen. Bartenstein hatte seine Unternehmensanteile am Pharmakonzern bei seinem Einstieg in die Bundespolitik 1995 an Treuhänder übergeben.

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