Wirtschaftskammer begrüßt AK-Informatikausbildungsvorschläge

Mehrkosten für Informatikausbildung durch Neugestaltung der Struktur der berufsbildenden Schulen abdecken

Wien(PWK678) Das von der AK in den letzten Tagen geforderte "Sofortprogramm für mehr Ausbildungsplätze in den IT-Branchen" entspricht mehrfach den schon lange geäußerten Wünschen der Wirtschaft und deckt sich mit diesen fast vollständig. Auch die von AK-Präsident Tumpel formulierte Forderung, arbeitslose AHS-Lehrer aus naturwissenschaftlichen Fächern für den EDV-Unterricht weiterzubilden, entspricht einer von Wirtschaftskammerpräsident Leitl noch in seiner Zeit als Landesrat in Oberösterreich gestarteten bildungspolitischen Offensive.

Zusammen mit den neu geschaffenen Lehrberufen im Bereich der Informatik, wo beide Sozialpartner noch wesentliche Grundlagenarbeit für deren breite Akzeptanz leisten sollten, sind vor allem zweijährige Kollegs für Maturanten möglichst mit späteren Anrechnungsmöglichkeiten für ein Fachhochschuldiplom und weitere berufsbildende IT-Schulen in ganz Österreich ein gemeinsames Anliegen.

Auch die Anregung, die gerade im IT-Sektor raren Spezialisten unter den Lehrern besser zu bezahlen und Neueintritte durch großzügige Anrechnung von Vordienstzeiten in der Wirtschaft attraktiv zu machen, findet volle Zustimmung der Wirtschaft. Allerdings müssen gerade die Schulen im IT-Sektor aus dem starren Rechtskorsett des Schulrechtes wenigstens mit Hilfe von Organisationsschulversuchen herausgenommen werden, um ihnen mehr Autonomie und daher auch mehr Reaktionsmöglichkeiten auf diesem sich rasch wandelnden Markt zu geben. Bürokratieabbau stellt dabei nach Ansicht der Wirtschaftskammer eine Überlebensnotwendigkeit dar. Dieser Bereich der technischen Schulen sollte hier eine Vorreiterrolle spielen.

Die Wirtschaft vermisst bei dem Forderungsprogramm der AK jedoch vor allem Bedeckungsvorschläge für die damit verbundenen erheblichen Mehrkosten. In diesem Zusammenhang wird auf die Überlegungen der Wirtschaftskammer zu einer Neugestaltung der Struktur der berufsbildenden Schulen verwiesen, durch die sehr wohl Mittel für eine solche Informatik-Offensive im spezialisierten berufsbildenden Schulsektor frei werden könnten. (pt)

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