FP Landauer gegen Diskriminierung von Pflegehelfern

Wien, (OTS) Gegen die Diskriminierung von Pflegehelfern im Wiener Gesundheitsbetrieb wandte sich Mittwoch die Freiheitliche Stadträtin Karin Landauer in einem Pressegespräch. So würde die Ausübung von extra geschulten und geprüften Tätigkeiten behindert und Pflegehelfer statt dessen zu "Putzhelfern" degradiert. Eine Vorgangsweise, die nicht nur für das betreffende Personal unverständlich ist, sondern auch für die Patienten. Landauer nannte konkret das Wiener AKH und die Rudolfstiftung, wo solche Vorfälle besonders oft vorkommen würden.

Insgesamt sei es für das Personal im Wiener
Gesundheitsbereich sehr schwer, auf Missstände aufmerksam zu machen. Lediglich ein Gespräch mit dem unmittelbaren Vorgesetzten oder der Personalvertretung sei erlaubt. Vorfälle aus der letzten Zeit dokumentieren deutlich, dass sogar Primarärzte in größte Schwierigkeiten kommen, wenn sie öffentlich Missstände aufzeigen. Landauer forderte daher, ähnlich dem Modell des Patientenanwaltes, einen weisungsfreien Personalanwalt. Bis es zur Einführung einer derartigen Position kommt, werde vom "Komitee unabhängiger Gemeindebediensteter - Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher" für das Personal im Wiener Gesundheitsbereich kostenlos ein Personalanwalt (Dr. Gerhard Colerus, Tel.: 531 14 87
- 646 von 9 bis 16 Uhr) angeboten. Der bei dem Pressegespräch anwesende Anwalt betonte, dass er es als seine Aufgabe ansehe für die Mitarbeiter vorrangig im amikalen Bereich Lösungen zu suchen. Sollte mit den Dienststellen der Stadt jedoch keine Lösung möglich sein, so stehe auch der Weg zum Arbeits- und Sozialgericht sowie
zum Verwaltungsgerichtshof offen. Allfällige Gerichtsentscheide könnten, so der Anwalt, der Politik helfen, notwendige Gesetzesänderungen im Personalvertretungsrecht vorzunehmen. (Schluss) js/vo

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