Wiener ÖVP lehnt Aufnahmsprüfungen ab

Wien, (OTS) Die Frage nach punktuellen Aufnahmsprüfungen sei geschichtlich und pädagogisch überwunden und daher kein brauchbares Mittel, um die anstehenden Probleme der Schülerströme vernünftig zu beeinflussen, betonte der Bildungssprecher der
Wiener ÖVP, LAbg. Prof. Walter Strobl, am Mittwoch in einem Pressegespräch. Alle wissenschaftlichen Studien zeigten, dass das Instrument einer punktuellen Prognose untauglich sei.

Strobl setzt auf moderne Formen der Information und
Beurteilung und schlägt ein eigenes Modell vor.

o Objektive Information für Eltern und Schüler ab der

3. Klasse Volksschule, bzw. in der 7. und 8. Schulstufe
o Moderne Diagnoseformen für Interessen und Begabungen sowie

nationale Leistungsstandards.
o Berufs- und Schullaufbahnberatung auf Basis längerfristiger

Beobachtungen.
o Aufwertung der Hauptschule durch Kooperationen, wie die

"Differenzierte Kooperationsschule".

Die derzeit diskutierte Aufnahmsprüfung sei ein Hilfeschrei
zu einer Entwicklung, der man nicht weiter tatenlos zusehen dürfe. "In Wien gehen bereits über 60 Prozent aller 10-jährigen in eine AHS-Unterstufe. Das ist ein Weg, der nicht nur die Hauptschulen
zum Sterben bringt, sondern vor allem die AHS-Unterstufe umbringt und dort eine Art Gesamtschule schafft, die keiner will", erklärte Strobl.

Der ÖVP-Bildungssprecher belegte das an Zahlen: Derzeit beginnen rund 8.000 Wiener Schüler jährlich eine Schullaufbahn in den Höheren Schulen, aber nur 3.600 schließen diese Ausbildung mit der Matura ab. Das zeige, dass der Großteil der Schüler im falschen Schultyp sitze. Die hohe Zahl an Repetenten und die
Unmenge von Nachhilfestunden sei eine "pädagogische Katastrophe", so Strobl. (Schluss) fk/rr

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