Pharmig zu den Einsparungen bei den Arzneimittelpreisen:

Von Einigung kann keine Rede sein!=

Wien (9.8.2000-OTS) Die Verhandlungen zwischen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger und den einzelnen Pharmafirmen haben im vergangenen Sommer zu erheblichen Preisnachlässen für verschiedene, unter anderem auch innovative Arzneimittel geführt. Von einer "Einigung" im Zuge dieser Verhandlungen kann aber keine Rede sein. Die Verhandler des Hauptverbandes haben den Vertretern der verschiedenen Firmen "das Messer angesetzt", indem sie mit dem Hinausschmiss aus der freien Kassenverschreibbarkeit gedroht haben. Dies ist vor allem für innovative Medikamente gegen schwere Krankheiten aber nicht verantwortbar. Die Industrie ist sich sehr wohl der Verantwortung, die sie im doch sehr sensiblen Gesundheitsbereich hat, bewusst und ein nicht kassenfreies zur Verfügungstellen vieler Arzneimittel kann ja nicht die Lösung der budgetären Probleme der Sozialversicherungen sein. "Das ist nicht unser Verständnis für Solidarität" sagt Dr. Ulrich H. Bode, Präsident der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen.

Zwt.: Einmaliges Entgegenkommen

"Mit den gewährten Preisnachlässen von rund 1,8 Milliarden Schilling ist aber auch die Grenze des Möglichen erreicht" kommentiert Bode weiter. Ein weiterer Druck auf die Pharmaindustrie würde die Versorgung der heimischen PatientInnen mit Arzneimitteln in Frage stellen und auch dem Standort Österreich sehr schaden. Die Arzneimittelpreise auf Basis des Fabriksabgabepreises sind in Österreich ohnedies unter dem europäischen Durchschnitt. Einführungen von neuen, innovativen Arzneimitteln, die von vielen PatientInnen dringend erwartet werden, gestalten sich immer schwieriger. In vielen Fällen würde das bedeuten, dass die ÖsterreicherInnen länger warten müssen, bis hochwirksame innovative Arzneimittel "auf Kassakosten" zur Verfügung stehen. Um all dem entgegen zu treten, haben die Firmen der pharmazeutischen Industrie dem Druck nachgegeben und die Preise gesenkt. Ein nochmaliges Entgegenkommen in dieser Richtung ist nicht zu erwarten, da solche Entscheidungen auch gegenüber den internationalen Firmenzentralen vertreten werden müssen. Dort wird in der Folge über eine Weiterführung des Standortes nachgedacht werden, was - so die Entscheidung negativ ausfällt - unweigerlich den Verlust von Arbeitsplätzen nach sich ziehen würde. "Wir hoffen aber weiter, dass die verantwortlichen Politiker endlich begreifen, dass auch eine soziale Marktwirtschaft sich ernsten Anliegen der Wirtschaft nicht verschließen kann" so Bode.
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