KURS STATT STRAFE

Der Diversionskurs als neue Alternative zur strafgerichtlichen Verfolgung von Lenkern nach Verkehrsdelikten

Wien (OTS) - Da das Verhalten im Straßenverkehr nicht nur vom Können sondern von der persönlichen Einstellung abhängt, steht jetzt auch bei der Bestrafung der Mensch und seine Besserung im Vordergrund. Eine wichtige und richtige Entscheidung, denn auch bei Verkehrsdelikten, die sonst ein Gerichtsverfahren mit allfälliger Bestrafung zur Folge hätten, gibt es seit 1.1. 2000 Alternativen, die das Bewusstsein des Fahrers sensibiliseren wollen. Der Staatsanwalt wählt, nach Überprüfung aller gesetzlichen Voraussetzungen, unter Einbindung des Verdächtigen eine geeignete Maßnahme aus. Zur Auswahl stehen:

1. Eine Geldbuße, da bei manchen die Läuterung vielleicht eher über?s Geldbörsel geht.

2. Eine gemeinnützige Leistung. Darunter fällt z. B. die Mitarbeit beim Rettungsdienst oder bei anderen Sozialdiensten.

3. Eine Probezeit zur Bewährung wird bestimmt, in dieser Zeit muss der beteiligte Lenker eventuell einen Kurs besuchen. Die KfV-Verkehrspsychologen haben spezielle Kursmodule entwickelt, um die Einsicht in die Zusammenhänge zwischen Fahrverhalten und Auswirkungen zu schärfen. Durch die Aufarbeitung des Unfalls mit eigens geschulten Psychologen kann die Einstellung zum Autofahren positiv beeinflusst werden. Das ergeben die langjährigen Erfahrungen des KfV mit bisherigen Kursen: So werden 85% der Alkolenker nach einer Nachschulung nicht mehr rückfällig. Vor allem Ersttäter motiviert ein Kurs zu einem Kurswechsel hinterm Steuer.

4. Es kann einen außergerichtlichen Tatausgleich mit der Einwilligung des Opfers geben.

"Von allen Maßnahmen setzen die Kurse am direktesten beim jeweiligen Fahrer an und steigern sein Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein", sagt KfV-Verkehrspsychologe Dr. Alexander Kaba, "damit kann langfristig eine Veränderung des Verhaltens erzielt werden." Die KfV-Diversionskurse werden österreichweit und zeitlich flexibel angeboten. Informieren Sie sich in Ihrer KfV-Anmeldestelle oder via: www.kfv.or.at.

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