Greenpeace wirft Ministerrat Verrat an Transitpolitik vor

Ministerrat beschert den Transitstrecken zusätzliche LKW- Belastung

Wien (OTS) - Greenpeace warnt vor allem beim LKW-Verkehr vor zusätzlichen Verkehrswachstum, wenn die Gelder aus der LKW-Maut wie geplant für den Straßenausbau verwendet werden. Die erwarteten 4 Milliarden Schilling aus der LKW-Maut sollten stattdessen nach Schweizer Vorbild für den Ausbau der Bahn zweckgewidmet werden. Greenpeace-Verkehrsexpertin Renate Zauner: "Anstatt sofort griffige Maßnahmen zu ergreifen, setzt die österreichische Regierung im Gegensatz zur Schweiz weiterhin auf Straßenausbau und Straßenbenutzung für LKW zu Dumpingpreisen und fördert damit in Summe den Transitverkehr anstatt ihn einzubremsen."

Die Schweiz führt mit 1. 1. 2001 eine innovative,
vollelektronische LKW-Maut ein, die zu zwei Dritteln für den Bahnausbau verwendet werden wird und schafft damit eine ganz wesentliche Voraussetzung für die Entlastung des Transitverkehrs. Österreichs Regierung hingegen verschiebt zum wiederholten Mal die Entscheidung über ein derartiges System unter Hinweis auf die Notwendigkeit einer weiteren Überprüfung.

Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, endlich ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Schutz der Bevölkerung und des Klimas umzusetzen. "Die LKW-Maut muß deutlich angehoben werden -mindestens verfünffacht von 2 Schilling pro Kilometer auf 10 Schilling pro Kilometer - und auch die Umweltfolgekosten beinhalten, sonst wird Österreich durch den beschleunigten Zuwachs beim LKW-Verkehr auch seine Klimaschutzziele nicht erreichen", kritisierte Klima-Experte Erwin Mayer."

10 Schilling pro Kilometer sind laut Berechnungen der Schweizer Regierung notwendig, damit der LKW-Verkehr für die durch ihn verursachten Luft-, Lärm- und Gebäudeschäden selbst aufkommt. Die Klimakosten durch den Aussstoß von CO2 sind darin noch gar nicht enthalten. Dieser Wert entspricht auch annähernd den Kilometerkosten für die Brennerroute und der von der EU akzeptierten Schweizer Schwerverkehrsabgabe.

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