Gewerbe, Handwerk und Dienstleistung schaffen die meisten Jobs

1999 stieg die Zahl der Beschäftigten um 3,1 % Mit fast 600.000 Beschäftigten weiterhin größter Arbeitgeber

Wien(PWK675) Österreichs Gewerbe-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe haben 1999 rund 18.000 neue Jobs geschaffen. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten ist damit gegenüber 1998 um 3,1 % auf insgesamt 595.400 gestiegen. Das Gewerbe bleibt damit der größte heimische Arbeitgeber, vor dem Handel (456.600) und der Industrie (453.000).Dies geht aus jüngsten Analysen des Instituts für Gewerbe- und Handelsforschung (IfGH) hervor. Im dritten Quartal wollen die Betriebe laut IfGH ihren Personalstand um weitere 2,2% erhöhen. "Dann könnten weitere 13.000 neue Arbeitsplätze entstehen", hofft Georg Toifl, Obmann der Bundessektion Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung in der Wirtschaftskammer Österreich.

Innerhalb des Gewerbes konnte der Sektor Wirtschaftsdienstleistungen - wie bereits in den vergangenen Jahren - mit einem Plus von 15,6 % die größten Zuwächse verzeichnen. Auch die im Sektor "Sonstiges" zusammengefassten Branchen (in erster Linie spezielle, unternehmensnahe Dienstleistungen und das Chemische Gewerbe), sowie die Sektoren Metall/Elektro, Persönliche Dienstleistungen/Gesundheit, Holz/Kunststoff und die Baunebengewerbe verzeichneten Beschäftigungsgewinne. Der Beschäftigtenrückgang setzt sich hingegen in den Sektoren Textil/Bekleidung/Leder (-5,7%), Druck/Papier/Foto (-1,7%), Nahrung/Genussmittel (-0,9%) und im Baugewerbe (-1,5%) ungebrochen fort.

Die Zahl der Unternehmen im Bereich Gewerbe, Handwerk, Dienstleistung stieg nach Berechnungen des IfGH mit 3,9 % und sogar stärker als die Zahl der Beschäftigten. Ende 1999 zählten ca. 81.000 Unternehmen zum Gewerbe, um rund 3.000 mehr als im Jahr zuvor. Auch in diesem Bereich erweist sich der Sektor Wirtschaftsdienstleistungen am dynamischsten, die Unternehmenszahl stieg mit 11,5 % mit Abstand am stärksten. Lediglich in den Sektoren Textil/Bekleidung/Leder (-2,6%) und Nahrung/Genussmittel (-4,1%) ist die Zahl der Unternehmen weiter rückläufig.

Mit Ausnahme von Vorarlberg konnte das Gewerbe 1999 in allen Bundesländern stärkere Beschäftigungszuwächse erzielen als in den Vorjahren. Auch das Burgenland und Niederösterreich konnten - nach einer leicht rückläufigen Entwicklung im Jahr 1998 - wieder eine Beschäftigungszunahme verzeichnen (je +1,9%). In Tirol (+4,2%) und in der Bundeshauptstadt (+5,0%) fielen die Zunahmen besonders hoch aus.

Bei den Unternehmenszahlen verzeichneten Oberösterreich, das Burgenland und Wien mit rund 5% den höchsten Zuwachs. (MH)

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