Jahrmann: Kürzungspläne bei der Post sind strikt zurückzuweisen

Wirtschafts- und Finanzminister betreiben rücksichtslose Demontage der Versorgung der ländlichen Regionen

St. Pölten, (SPI) - "Die geplante Einschränkung der flächendeckenden Postdienst-Versorgung und die Streichung des Zustelldienstes bei 900 Postämtern ist ein massiver Anschlag auf den ländlichen Raum. Nach dem Rückgang der Nahversorger und der Wirtshäuser könnten viele Gemeinden eine weitere Infrastruktureinrichtung zum Schaden der Bevölkerung verlieren", übt SP-LAbg. Josef Jahrmann heftige Kritik an den Umstrukturierungsplänen der Post und der stillschweigenden
Duldung durch die blauschwarze Bundesregierung.****

Nach einem Bericht des "Kurier" soll die Zahl der Zustell-Postämter bis Ende 2002 von derzeit 1.400 auf 500 reduziert
werden. Allein dadurch sollen in den kommenden zweieinhalb
Jahren deutlich mehr als 1.000 Arbeitsplätze eingespart werden, heißt es. Weitere rund 2.000 Jobs dürften durch die
Konzentration bei den betroffenen 900 Postämtern wegfallen. "Zu befürchten ist, dass dies nur ein erster Schritt ist, dem
weitere folgen werden. Letztlich wird bereits die Schließung des einen oder anderen Postamts in Niederösterreich kolportiert", befürchtet Jahrmann weitere "Einsparungsschritte". Denn: Von den 620 NÖ-Postämtern werden 509 zu Basispostämtern degradiert.
Durch die laufende Defizitkontrolle und Standortüberprüfung der Basispostämter droht zwangsläufig die Schließung zahlreicher Postämter.

"Die NÖ Sozialdemokraten sind jedenfalls strikt gegen diesen Anschlag auf den ländlichen Raum. Leider sind wir da in Niederösterreich ziemlich allein. Die ÖVP-Niederösterreich, früher ebenso ein vehementer Kritiker gegen Post-Einsparungspläne, übt sich heute im blauschwarzen Koalitionsgehorsam. Kein Wort mehr von der Sicherung der
dörflichen Strukturen, kein Wort mehr von der Sicherung der Nahversorgung, kein Wort mehr von den ‘funktionierenden Ortskernen’ aus den Reihen der ÖVP-Niederösterreich", so der Melker SP-Mandatar abschließend.
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