WGKK 3: Pressekonferenz "Auswirkungen der Ambulanzselbstbehalte auf die Versicherten"

Primarius Dr. Jesch: "Zahnmedizin wird teurer"

Wien (OTS) - "Die Ambulanzselbstbehalte bringen eine deutliche Verschlechterungen der zahnmedizinischen Versorgung. Tausenden Patienten der Zahnambulatorien soll das Behandlungsteam des Vertrauens genommen werden" sagte der Chefzahnarzt der Wiener Gebietskrankenkasse Primarius Dr. Wolfgang Jesch. ****

Diskriminierung der Patienten von Zahnambulatorien

Künftig müssen auch die Patienten der Zahnambulatorien einen Selbstbehalt zahlen, die Patienten der niedergelassenen Zahnärzte oder der Vertragsambulatorien anderer Rechtsträger jedoch nicht. Durch diese Ungleichbehandlung droht den Zahnambulatorien der Todesstoß. Den Zahnärzten wird damit die kostengünstigere Konkurrenz vom Hals geschafft und den Ambulatorien die wirtschaftliche Existenzgrundlage entzogen. "Verlierer sind die Patienten und die volkswirtschaftliche Vernunft im Gesundheitswesen. Gewinner sind die heimischen, die tschechischen und die ungarischen Zahnärzte" sagte Prim. Dr. Jesch.

Die Regierung läßt Wiener Patienten für 380.000 Besuche in Zahnambulatorien zahlen

Die acht Zahngesundheitszentren der Wiener Gebietskrankenkasse sind ein zentraler Bestandteil der Zahnmedizinischen Infrastruktur der Bundeshauptstadt: 13 Prozent aller Zahnbehandlungen und fast 30 Prozent der Zahnersätze werden in den Kassenambulatorien erbracht. Nach den Wünschen der neuen Bundesregierung sollen die Patienten demnächst für über 380.000 Besuche pro Jahr jeweils 250 Schilling zahlen müssen. Prim. Dr. Jesch: "Die Eltern von Kindern die eine Zahnregulierung brauchen, müssen schon am Anfang des Jahres einen Tausender pro Kind zur Seite legen."

Zahnambulatorien haben die patientenfreundlichsten Öffnungszeiten

Die Zahnambulatorien der Wiener Gebietskrankenkasse haben an fünf Tagen in der Woche durchgehend von 7 - 19 Uhr geöffnet. Wir bieten daher sowohl für Berufstätige als auch für Schulkinder und Pensionisten die jeweils angenehmste Öffnungszeit. Für die Behinderten Menschen sind unsere Ambulatorien besonders wichtig, denn alle unsere Häuser sind behindertengerecht und barierefrei zugänglich.

Fallkosten in Zahnambulatorien um ein Drittel billiger als bei Zahnärzten

"Die Diskriminierung der Kassenambulatorien gegenüber anderen Anbietern ist wirtschaftlich betrachtet völlig kontraproduktiv: Die Wiener Zahnambulatorien arbeiten um mehr als ein Drittel billiger als die niedergelassenen Zahnärzte. Und das ohne Quersubventionen, sondern unter Einrechnung aller anteiligen Kosten der Verwaltung" erläuterte Prim. Dr. Jesch. Eine Umleitung der Patientenströme weg von den Ambulatorien hin zu den privaten Zahnärzten verursacht daher eine eklatante Verteuerung des Gesundheitswesens in diesem Bereich und kommt einer Verschleuderung von Volksvermögen gleich.

Preise für Zahnersatz in Ambulatorien viel billiger

In den Zahnambulatorien wird der kostengünstigste Zahnersatz angeboten. Darum werden diese Ambulatorien besonders von sozial Schwachen, älteren Menschen und MigrantInnen frequentiert. Durch den einseitigen Strafselbstbehalt für Ambulatorien sollen so viele Patienten wie möglich abgeschreckt werden, um die Ambulatorien auszuhungern und in den finanziellen Ruin zu treiben. Auf der Strecke bleiben dabei die sozial schwachen Patienten, die dann keine kostengünstige Alternative zu den hochpreisigen Zahnärzten mehr haben und die Beschäftigten in unseren Gesundheitszentren.

Sozial Schwachen soll leistbares Angebot genommen werden

"Der Regierung ist es offensichtlich ein Dorn im Auge, daß die Zahnambulatorien immer wieder eine Preisbrecherfunktion zum Wohle der Patienten wahrgenommen haben. Am Beispiel der Zahnkronen ist das gut nachvollziehbar" schloss Prim. Dr. Jesch.

(Forts.)

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