6.300 Menschen leben in NÖ Pflegeheimen

Prokop: In 20 Jahren vom Pensionisten- zum Pflegeheim

St.Pölten (NLK) - In den 51 niederösterreichischen Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen leben derzeit 6.300 Menschen. Davon sind 95 Prozent pflegebedürftig und auch auf Pflegeplätzen untergebracht. Zum Vergleich: 1986 gab es 5.651 Plätze, davon waren noch 3.489 Wohn- und 2.162 Pflegeplätze. 1975 lebten ca. 5.000 Menschen in den NÖ Heimen, davon waren nur 1.000 Pflegeplätze. 3.600 Bedienstete arbeiten in den Pflegeheimen. Das Land Niederösterreich wendet jährlich rund 2 Milliarden Schilling (laufender Betrieb) für seine Heime auf. 1994 war es noch knapp über eine Milliarde Schilling.

"Die Entwicklung bringt es mit sich, dass die Pensionistenheime im Laufe von zwei Jahrzehnten zu Pflegeheimen wurden", fasst Landeshauptmannstellvertreterin Prokop die Betreuung von älteren Menschen zusammen. Ausschlaggebend sei, dass die ältere Generation heute so lange wie möglich zu Hause bleiben möchte. In Niederösterreich werde das durch die Sozialmedizinischen Dienste flächendeckend gewährleistet. Außerdem bringe es die steigende Lebenserwartung mit sich, dass immer mehr sehr alte Menschen so pflegebedürftig sind, dass sie nur mehr rund um die Uhr in einem Heim versorgt werden könnten.

In die Modernisierung der NÖ Pflegeheime wurde in den letzen Jahren viel investiert: Das Ausbau- und Investitionsprogramm für die Jahre 1998 bis 2002 für Neu- und Umbauten, Umstrukturierungen und Standardverbesserungen von 23 Heimen beträgt rund 1,3 Milliarden Schilling. In den Neubau und die Umstrukturierung der NÖ Heime wurden dann im Zeitraum von 1992 bis 2002 insgesamt über 4 Milliarden Schilling investiert. Damit ist der Bedarf an Pflegebetten bis 2006 gedeckt.

Derzeit leben 230.000 ältere Menschen über 65 Jahre in Niederösterreich. 2011 werden es um 45.000 mehr sein. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Frauen beträgt 81 Jahre, jene der Männer liegt bei 74 Jahren. In 10 Jahren wird die Lebenserwartung jeweils um drei Jahre höher liegen.

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