"Stolpersteine" in der Wohnung

Wien (OTS) - "My home is my castle" - die eigenen vier Wände als Ort der Sicherheit, in denen man sich geborgen fühlt und wo einem nichts passieren kann. Doch so angenehm diese Vorstellung auch sein mag, sie entspricht nicht immer der Realität. "Etwa 100.000 über 60 Jahren alte Personenverunglücken Jahr für Jahr in ihrer eigenen Wohnung", sagt Dr. Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. "Dabei sind die Gefahrenquellen bekannt. Die meisten Unfälle hätten sich mit wenig Aufwand vermeiden lassen können."

Rutschende Teppiche, Türschwellen oder Treppen ohne Geländer sind "Stolpersteine", die es fast in jeder Wohnung gibt. Feinböck: "Legen Sie unter Teppiche rutschfeste Unterlagen. So können sich weder Falten bilden noch kann der Teppich verrutschen. Treppenabsätze können durch Leuchtstreifen besser sichtbar gemacht werden." Generell sollten Stiegen nicht als Lagerraum missbraucht werden. Eine ausreichende Beleuchtung, vielleicht sogar mit Bewegungsmeldern ausgestattete Lampen, sorgt für besseres und frühzeitiges Erkennen von Hindernissen.

Eine gute Beleuchtung sollte auch im Schlafzimmer nicht fehlen, am besten vom Bett aus zu bedienen. "Nehmen Sie lieber eine schwächere Glühbirne. Auf plötzliches grelles Licht kann sich das Auge nämlich erst langsam einstellen", sagt Feinböck. Achten Sie darauf, dass der Weg in die Küche oder zur Toilette frei von Hindernissen ist: "Wenn man in der Nacht aufsteht, ist der Kreislauf auf Schlafen eingestellt und man stolpert besonders leicht."

Ordnung und eine gute Beleuchtung erhöhen auch in der Küche die Sicherheit. Feinböck: "Einhand-Mischbatterien mit Thermostat schützen am besten vor Verbrühungen. Nicht nur in der Küche, auch im Badezimmer." Dort allerdings lauern auch noch andere Gefahren, in Form von glatten und rutschigen Fliesenböden, Badewannen oder Duschkabinen. Feinböck: "Rutschfeste Unterlagen, Gummimatten und Haltegriffe sorgen dafür, dass niemand so leicht ausrutschen kann."

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