Glawischnig: Japan eröffnet Jagd auf Pottwale und Brydes-Wale

Provokation für internationale Staatengemeinschaft - Umweltminister Molterer soll scharfen Protest einlegen

Wien (OTS) Laut Informationen der Grünen ist die japanische Walfangflotte am vergangenen Wochenende ausgelaufen, um neben Zwergwalen erstmals seit Jahrzehnten wieder Pottwale und Brydes-Wale im Nordpazifik zu töten. Japan setzt sich damit über das bestehende internationale Walfangmoratorium hinweg. Erst vor kurzem hatte die internationale Walfangkommission (IWC) die Pläne Japans in einer mehrheitlich angenommenen Resolution verurteilt. "Die Japanischen Aktivitäten sind eine Provokation für die internationale Staatengemeinschaft. Umweltminister Molterer muß umgehend auf politischer und diplomatischer Ebene scharfen Protest gegen das unverantwortliche Vorgehens Japans einlegen", fordert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen.

Die USA, Großbritannien und Neuseeland haben den japanischen Walfang bereits streng verurteilt. Die USA ziehen sogar wirtschaftliche Sanktionen in Erwägung. Österreich, ebenfalls IWC-Mitglied, hat bisher keinen Protest gegen das Vorgehen Japans eingelegt. Erst Anfang Juli, erinntert Glawischnig, hatten auf Initiative der Grünen alle Parlamentsparteien einem Antrag zugestimmt, der die österreichische Bundesregierung auffordert, sich auf internationaler Ebene für eine Beendigung des sogenannten wissenschaftlichen Walfangs und eine Beibehaltung des Moratoriums für den kommerziellen Walfang einzusetzen.

Japan argumentiert, die Wale im Namen der Wissenschaft zu töten. Neben 100 Zwergwalen sollen nun auch 10 Pottwale und 50 Bryde-Wale gejagt und getötet werden. "Es ist sattsam bekannt, daß die Wissenschaft hier nur als Deckmantel herhalten muß. Der wahre Grund für das Abschlachten der Wale liegt in wirtschaftlichen Profitinteressen. Walfleisch wird in Japan als Delikatesse um bis zu 300 US-Dollar pro Kilogramm gehandelt", so Glawischnig. "Österreich darf diesen Machenschaften nicht tatenlos zusehen. Molterer soll sich umgehend mit den anderen IWC-Staaten koordinieren, um die japanischen Walfangaktivitäten zu stoppen", so Glawischnig.

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