profil: Paierl fordert "Green Card" für Steiermark

ÖVP-Landesrat Paierl will Zuzug von bis zu 6000 ausländischen Fachkräften ermöglichen

Wien (OTS) - Der steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl fordert für die Steiermark in einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" für die Steiermark den Zuzug von "5000 bis 6000 Arbeitskräften" aus dem Ausland ab nächstem Jahr. Dies sei nötig, um den akuten Mangel an qualifizierten Schlüsselkräften und Facharbeitern in der steirischen Auto-Industrie oder in Informationstechnologie-Betrieben abzustellen.

"Viele Betriebe suchen schon seit Monaten erfolglos Mitarbeiter" warnt Paierl. "Diese Entwicklung könnte den Wirtschaftsstandort Steiermark gefährden". Akuten Handlungsbedarf ortet der ÖVP-Landesrat vor allem in den Wachstumsbranchen, wo der Mangel an Fachkräften seiner Meinung nach auf nachgelagerte Bereiche durchzuschlagen droht. Paierl: "Wir beobachten im Automobil- oder Telekomsektor, dass Aufträge nicht mehr angenommen werden, weil Schlüsselkräfte fehlen. Das löst dann eine Kettenreaktion aus. Denn wenn solche Schlüsselkräfte fehlen, dann kann auch der Arbeiter am Band nicht mehr weiterarbeiten."

Es gelte nun, die Anstrengungen in der Ausbildung zu verstärken. "Aber bis dort Maßnahmen greifen, vergehen sicher noch mehrere Jahre", meint Paierl im "profil"-Interview. "Zur Überbrückung muss man rasch Personal auch aus Drittstaaten zumindest für eine Übergangszeit zu uns holen."

Paierl denkt an eine Art von "Green Card" für Spezialisten und Facharbeiter, die vor allem aus Slowenien, Ungarn und Kroatien angeworben werden sollten.

Der ÖVP-Landesrat will diese Arbeitskräfte aber nur solchen Betrieben zur Verfügung stellen, die gleichzeitig verstärkte Anstrengungen zur Ausbildung von Lehrlingen und Fachpersonal unternehmen.

Paierl plant für den Zuzug eine "regionale Lösung" in Zusammenarbeit mit dem steirischen Arbeitsmarktservice. Es gebe bereits Vorgespräche mit Wirtschaftsminister Bartenstein.

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