Format: Geheimpapier aus dem Finanzministerium will Universitäten

in Ges.m.b.Hs umwandeln Grün-Wissenschaftssprecher Grünewald: "Universität ist keine

Wien (OTS) - Strumpffabrik" =

Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wurde im Finanzministerium ein bislang geheimer Entwurf für ein neues Universitätengesetz erarbeitet. Der Entwurf, der FORMAT exklusiv vorliegt, trägt den Titel "Universitäts-GesmbH-G" und umfaßt 39 Paragraphen.

Laut dem Grasser-Papier sollen die Universitäten als Gesellschaften mit beschränkter Haftung organisiert werden. Vorgesehen sind ein Aufsichtsrat, zwei Geschäftsführer (ein wissenschaftlicher und ein kaufmännischer) und eine Generalversammlung. Die Professoren, Assistenten und Studierenden sind im Universitätsbeirat vertreten. Der Finanz- und der Unterrichtsminister entsenden je einen Vertreter in den sechsköpfigen Aufsichtrat, der die Geschäftsführer bestellt. Die Universität bleibt im 100 %-igen Eigentum des Staates. Hinsichtlich budgetärer Fragen sind die Geschäftsführer an keine Weisung gebunden.

Heftige Kritik erntet dieser Vorschlag bei der Opposition: Der grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald spricht von einem "unausgegorenen Entwurf". Grünewald: "Die Universität ist keine Strumpfabrik. Dieser Vorschlag kann nur von jemandem kommen, der vom Hochschulsystem keine Ahnung hat."

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