profil: Krenn und Weber über Kultursteuer uneinig

Grazer Bischof findet Überlegungen zu Reform des Kirchenbeitrages und Einführung einer Kultursteuer "verlockend" - Bischof Krenn dagegen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, steht der Grazer Diözesanbischof Johann Weber der Einführung einer Kultursteuer, wie sie vom Kirchenhistoriker Maximiliam Liebmann angeregt wird, positiv gegenüber.

Das System einer Kirchensteuer statt des bisherigen von der Kirche einzuhebenden Kirchenbeitrags würde für die katholische Kirche die Austrittsproblematik praktisch aus der Welt schaffen. Bischof Weber gegenüber "profil": "Wir haben ein System, das funktioniert. Aber man muss nachdenken, wo man was verbessern kann. Ohne geldgierig zu sein:
Es ist verlockend, dass keiner mehr des Geldes wegen austreten würde."

Massiv gegen Pläne für eine Kultursteuer tritt hingegen der St. Pöltner Diözesanbischof Kurt Krenn auf. Krenn gegenüber "profil" zum Modell der Kultursteuer, bei dem der Steuerzahler jährlich entscheiden könnte, welcher Institution er seinen Beitrag widmet:
"Wir wären von der Gunst der Medien abhängig. Wenn die die Kirche reinhauen, sagen sich die Leute: Na denen geben wir diesmal nichts." ß

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

(Schluss)"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502
ß

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO/OTS