Keusch: Die Schere bei der Pro-Kopf-Kaufkraft geht weiter auf

Versäumnisse der NÖ Wirtschaftspolitik

St. Pölten (SPI) - "Dass die sogenannten ‚Kaufkraft-Kaiser‘ großteils in den Wiener Umlandgemeinden, ausgesprochenen touristischen Anziehungspunkten oder in der Landeshauptstadt selbst beheimatet sind, ist schon seit langem bekannt. Der Beweis wird in einer jüngsten Statistik des Österr. Stat. Zentralamtes angetreten. In einem Ranking liegen die Kommunen St. Pölten, Wiener Neustadt, Klosterneuburg, Mödling, Baden, Krems, Amstetten, Schwechat, Perchtoldsdorf und Stockerau an der Spitze. Die Kaufkraft des Wiener Umlandes liegt rund 50% über dem EU-Durchschnitt, während das Mostviertel, das Wiener Umland Nord und das Waldviertel mit ca. 90% schon unter dem EU-Schnitt rangieren. Schlußlicht mit abgeschlagenen rd. 70% Kaufkraft unter dem EU-Durchschnitt ist das Weinviertel", kommentiert SP-Finanzsprecher LAbg. Eduard Keusch die aktuelle Entwicklung.****

"Hier ist der Hebel anzusetzen. LH Pröll und LR Gabmann wissen ganz genau, daß die Landwirtschaftsproduktion bei weitem nicht an die Wertschöpfung herankommt, die in der gewerblichen und industriellen Produktion erzielt wird. Aber anstatt das gesamte wirtschaftspolitische Augenmerk auf die strukturell benachteiligten Gebiete zu konzentrieren und über eine ganz spezielle, selektive Förderpolitik - wie Infrastrukturinvestitionen und ein gezieltes Betriebsansiedelungsprogramm - neue Strukturen zu legen und Entwicklungsimpulse zu setzen, flüchtet man sich in Phrasen wie "N.Ö. ist das Agrarland Nr. 1", oder "N.Ö. ist eine Insel der Menschlichkeit" bzw. "N.Ö muß unter die "TOP-TEN" Europas kommen. Damit wird der Bevölkerung vorgegaukelt, daß ohnehin alles bestens sei. Mit einer Wirtschaftspolitik der versteinerten, überholten Strukturen, wie sie Pröll und Gabmann betreiben, wird das gravierende Wohlstandsgefälle wohl auch in Zukunft nicht wettzumachen sein. Daran wird sich auch durch das von einem Großkonzern errichtete und unter großem medialen Getöse eröffnete Call-Center nichts ändern", so Keusch weiter.

"Diese Fakten sind ein Beweis für die Versäumnisse der NÖ Wirtschaftspolitik. LR Gabmann sollte endlich darangehen, die Wohlstandsdefizite zwischen den verschiedenen Regionen abzubauen, damit alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher von der Wirtschaftsentwicklung profitieren können", so LAbg. Eduard. (Schluss) sk

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