ÖGB-Csörgits: Westenthaler hat von Sozialpolitik keine Ahnung

Jeden Tag neue Widersprüche

Wien (ÖGB)."Es beweist sich jeden Tag auf"s Neue, dass Westenthaler keine Ahnung von Sozialpolitik hat", betonte heute ÖGB-Frauvorsitzende und ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits. Was von der Regierung als "soziale Treffsicherheit" formuliert werde, bedeute in Wirklichkeit Sozialabbau.++++

Die ÖGB-Frauenvorsitzende kritisierte Westenthaler, einerseits am Karenzgeld für alle festzuhalten und gleichzeitig von "sozialer Treffsicherheit" zu sprechen. Diese Widersprüchlichkeit zeige, dass Sozialpolitik in den Händen der blauschwarzen Regierung nicht gut aufgehoben sei.

Um einen gerechten Weg beim Thema Karenzgeld zu finden, müsse dies vor allem eine Versicherungsleistung bleiben. Es sei nicht einzusehen, warum die Regierung gerade in dieser Frage das Gießkannenprinzip anwendet. Jene, die Beiträge für Karenzgeld leisten, sollen auch eines bekommen. Csörgits forderte neuerlich ein einkommensabhängiges Karenzgeld. Dies sei ein faires Modell, das jenen erwerbstätigen Vätern und Müttern zu Gute kommt, die auch Beiträge geleistet haben.

Zu dem Vorschlag einer Staffelung der Familienbeihilfe betonte Csörgits: "Jede Familie sollte der Bundesregierung gleich viel wert sein. Hier soziale Umverteilung zu betreiben trifft in erster Linie wieder einmal Klein- und Mittelverdiener." (bfm)

ÖGB, 3. August 2000
Nr. 661

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Birgit Flenreiss-Mäder
Telefon: (01) 534 44/480 DW
Fax: (01) 533 52 93
E-Mail: presse@oegb.or.at
Homepage: www.oegb.at

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB