LIBRO begrüsst Hausdurchsuchungen der EU-Kommission

Zeichen, wie unparteiisch und korrekt die Kommission vorgeht

Wien (OTS) - Andre Rettberg, Vorstandsvorsitzender des börsenotierten österreichischen Handels- und Medienkonzerns Libro, begrüßt die Hausdurchsuchungen der EU-Kommission bei Verlagen und Buchhändlern im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Kartellabsprachen. Andre Rettberg: " Die Gerichte und die Wettbewerbsbehörden werden nun aktiv, wie das von allen Seiten gefordert worden ist. Dass auch die Libro-Zentrale in Guntramsdorf bei Wien untersucht wurde, ist ein Zeichen, wie unparteiisch und korrekt die Kommission vorgeht."

Die Rechtanwältin der Libro AG, Prof. Dr.Dr. Gabriele Herberstein, erklärt zur heutigen Hausdurchsuchungs-Aktion der Europäischen Kommission und der deutschen und österreichischen Wettbewerbsbehörden:

"Wir begrüßen diese Aktion der europäischen und nationalen Wettbewerbsbehörden. Jetzt erfolgt genau das, was die LIBRO AG in ihrer Erklärungen vom 28. Juli 2000 erneut gefordert hatte: eine definitive Klärung der strittigen Rechtslage durch die zuständigen Behörden.

Durch die lückenlosen Lieferstopps versuchten Verlage und Zwischenhändler unsere Bemühungen, Bücher preisbindungsfrei über die Grenze zu verkaufen, massiv zu behindern. Wir haben uns seit Anfang Juli dagegen gewehrt, von den Verlagen unter Druck gesetzt zu werden und damit gleichzeitig alles Erforderliche getan, um zu einer Klärung der Rechtslage beizutragen:

  • Durch unsere erneute Beschwerde bei der Europäischen Kommission
  • Durch die Sachverhaltsdarstellungen beim Bundeskartellamt in Bonn
  • Durch die Klage vor dem österreichischen Kartellgericht
  • Sowie durch die zahlreichen einstweiligen Verfügungen und Klagen gegen Verlage und Zwischenhändler.

Gegen drei wesentliche Zwischenhändler bzw. Barsortimenter -nämlich Lingenbrink (Libri), Köhler & Volkmar als Tochtergesellschaft von Koch, Neff & Oettinger sowie gegen Franz Hain Verlagsauslieferungen - haben wir in Deutschland und Österreich ohne weiteres einstweilige Verfügungen auf Belieferung durchgesetzt. Dadurch sind wir namens der Libro AG in die Lage versetzt worden, für Verlagsprodukte von dreitausend Verlagen Belieferung zu verlangen. In Hinblick auf den immer wieder medial hochgespielten Prozess gegen den Aufbau-Verlag in Berlin ist auszuführen, dass es sich hierbei um einen Belieferungsanspruch der 18 deutschen Libro-Filialen gegen einen einzelnen deutschen Verlag handelt, dem keinesfalls jene Bedeutung zukommt, die immer wieder kolportiert wird.

Durch die jetztige Vorgehensweise der europäischen und nationalen Wettbewerbsbehörde sehen wir uns in unserer Auffassung bestätigt.

Dass diese Durchsuchungs-Aktion nicht nur bei den betroffenen Barsortimentern und Verlagen, z.B. Bertelsmann, Aufbau-Verlag etc. -sondern gleichfalls bei der Libro AG in Guntramsdorf erfolgt ist, beweist nach unserer Auffassung nur die Unparteilichkeit und Korrektheit der untersuchenden Behörden."

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