ÖGB Driemer zu Leitl und Kopf

GBH fordert: Alle Betriebe müssen ihrer Verantwortung zur Ausbildung zukünftiger Facharbeiter nachkommen

Wien (GBH/ÖGB): "Solange nicht sichergestellt ist, dass alle Betriebe ihren Beitrag zur Lehrlingsausbildung leisten, ist es geradezu verantwortungslos, die Lehrlingsstiftungen kaputt zu reden, oder mit Verschlechterungen für Lehrlinge die Jugend von diesem Ausbildungszweig abzuschrecken", kritisierte der Bundesvorsitzende der GBH und ÖGB Vizepräsident, Johann Driemer, jüngste Presseberichte.++++

Gerade jetzt suchen zahlreiche Jugendliche einen Lehrstellenplatz, der ihnen Chancen am zukünftigen Arbeitsmarkt und für ihr weiteres Berufsleben öffnet. Eine Entscheidung, die der Grundstein für eine Berufskarriere sein kann. Aber nach wie vor ist die Situation am Lehrstellenmarkt schwierig. Immer weniger Betriebe sind bereit Lehrlinge aufzunehmen.

Fest steht, dass die Ausbildung von Jugendlichen eine Investition in die Zukunft ist. "Es geht dabei um die Zukunft der jungen Menschen, aber auch um die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Österreich", ist Driemer überzeugt. "Wenn jetzt durch so genannte Reformen die Ausbildung der Jugend in Frage gestellt wird, dann gefährden wir die Zukunft Österreichs", so Driemer weiter.

Ein wesentliches Element dafür, dass immer weniger Betriebe die Aufgabe der Lehrlingsausbildung auf sich nehmen, sieht Driemer auch darin, dass es keinen vernünftigen Lastenausgleich zwischen vorbildlichen Betrieben, die Lehrlingen eine fundierte Ausbildung geben wollen und jenen, die sich vor diesen Aufgaben drücken oder gar jenen wenigen schwarzen Schafen in den Reihen der Unternehmer, die Lehrlinge als vollkommene Billigsarbeitskräfte ansehen, gibt.

Driemer regt deshalb an, verstärkt über die vom ÖGB bereits in der Vergangenheit vorgelegten, aber auch über neue Modelle zu einem besseren Lastenausgleich in der Lehrlingsausbildung zwischen den einzelnen Betrieben nachzudenken. "Solange es aber solche Lösungen noch nicht gibt, sind und bleiben Lehrlingsstiftungen ein sinnvoller Weg, um jenen Jugendlichen, die keinen Betrieb gefunden haben, der ihnen eine Lehrlingsausbildung ermöglicht, eine Ausbildung und damit eine Zukunft zu geben", schloss Driemer. (bfm)

ÖGB, 2. August 2000
Nr. 657

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