Österreichs Exporte nach Kroatien steigen stärker als Importe

Handelsdelegierter Palla: Die neuen Rahmenbedingungen haben den Industriestandort Kroatien stark verbessert

Wien(PWK664) Während im Außenhandel mit den meisten mittel- und osteuropäischen Staaten in letzter Zeit die Importe stärker zunahmen als die österreichischen Exporte, so hat sich dies heuer im ersten Quartal bei Kroatien geändert. "Österreichs Exporte legten gegenüber der Vorjahresperiode um 8,7 Prozent zu, die Importe nur um 2,7 Prozent, berichtet Franz Palla", WKÖ-Handelsdelegierter in Zagreb. 1999 waren die österreichischen Exporte um 5,4 Prozent auf 8,0 Mrd Schilling gesunken. Die Importe stiegen um 2,4 Prozent auf 3,2 Mrd Schilling. Generell deute die heurige Entwicklung auf eine zunehmende Belebung des Außenhandels zwischen Österreich und Kroatien hin, meint Palla.

"Kroatien erbringt derzeit den Beweis, dass man auch mit einer Sechs-Parteien-Koalition ein politisch, wirtschaftlich und moralisch schwer getroffenes Land wieder auf die Beine bringen und gleichzeitig demokratische Verhältnisse etablieren kann", so der Handelsdelegierte. Die erst seit Jänner des Jahres amtierende Regierung war von Anbeginn fest entschlossen, möglichst rasch den internationalen Anschluss zu finden und transparente Verhältnisse zu schaffen. Ab Mai wurde Kroatien Mitglied bei der NATO-Partnerschaft für den Frieden, im Oktober bei der WTO. Darüber hinaus wurden Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit der EU begonnen.

Die Wirtschaftsentwicklung Kroatiens dürfte im Jahr 2000 ein Wachstum von 2,5 bis 3 Prozent aufweisen. Vom Hoffnungsträger Tourismus werden Einnahmen von rund 3,5 Mrd US-Dollar erwartet. "Die Industriekonjunktur stagniert, stärkende Impulse sollten aber von der Privatisierung und von Neuinvestitionen ausgehen. Am neuen Investitionsförderungsgesetz zeigen österreichische Firmen bereits Interesse und halten derzeit bei 200 operativen Kapitalbeteiligungen", erklärt Palla.

Österreich exportiert vor allem Maschinen - wobei sich unter anderem Arbeitsmaschinen, Nachrichtengeräte und Datenverarbeitungsmaschinen besonders positiv entwickeln -, Straßenfahrzeuge, Elektroapparate, Schuhe, Papier und Pappe nach Kroatien. Die wichtigsten Importwaren sind Schuhe, Bekleidung, elektrische Maschinen, Kunststoffe und Holz.

Österreich liegt bei den kroatischen Importen mit einem Anteil von 7 Prozent hinter Deutschland, Italien und Slowenien an 4. Stelle, bei den kroatischen Exporten nimmt es den 5. Rang ein. "Gute Exportchancen lassen sich für österreichische Exporteure auch in der aktuellen Übergangsphase gut erkennen: Dies gilt sowohl für den Investitions- als auch den Konsumgüterbereich", berichtet Palla. (Ne)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Referat Mittel- und Osteuropa 3
Tel. 01/50105 DW 4326

Mag. Bruno Freytag

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK