Diabetiker in NÖ bestens versorgt

Wien (OTS) - In der Sendung "NÖ heute" am 24. Juli 2000 wurde in einem Beitrag behauptet, dass die Versorgung von Zuckerkranken (Diabetikern) in NÖ unzureichend sei. Dieser Vorwurf ist nur bedingt richtig mit der Begründung weil die Versorgung von Diabetikern gar nicht gut genug sein kann.

Dr. Lothar Fiedler von der Kurie der niedergelassenen Ärzte der NÖ Ärztekammer: "Es ist absolut begrüßenswert, wenn Selbsthilfegruppen Initiativen zur Verbesserung der Vorsorge bzw. Behandlung von Diabetes ergreifen. Ich halte es jedoch für kontraproduktiv, wenn in einer ORF-Sendung behauptet wird, dass die Versorgung von Zuckerkranken in NÖ unzureichend sei, weil dadurch eine Verunsicherung der Patienten resultiert.

Dr. Fiedler wies darauf hin, dass selbstverständlich alle niedergelassenen Allgemeinmediziner (dzt. 1.136) gut ausgebildet im Hinblick auf Diagnose und Behandlung von Diabetes sind. Darüber hinaus ist die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen und somit die richtige "Diabetes-Einstellung" der betroffenen Patienten eine äußerst wichtigste Aufgabe der Internisten. In NÖ arbeiten derzeit 183 niedergelassene Internisten, welche Patienten mit dieser gefährlichen Stoffwechselerkrankung die richtige Behandlung zukommen lassen.

Fiedler: "Weiters ist die Aussage unrichtig, dass es in NÖ keine Ambulanzen für Stoffwechselerkrankungen gibt. In den Krankenhäusern Amstetten, Horn, Hollabrunn, Mistelbach, Scheibbs und St. Pölten sind solche sehr wohl eingerichtet. Darüber hinaus gibt es seitens der Ärztekammer gemeinsam mit dem Gesundheitsforum NÖ seit einigen Jahren Initiativen, bei denen niedergelassene Ärzte gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen gezielte Schulungen von Diabetikern anbieten."

Trotz all dieser Möglichkeiten sind jedoch viele betroffene Patienten selbst nicht bereit, aufwendige Schulungen zu absolvieren und ein großes Problem ist die Befolgung der ärztlichen Anweisungen insbesondere was die Diät betrifft.

Dazu benötigt es intensiver zeitlicher Befassung mit den Diabetikern, um unendlich oft alle notwendigen Argumente durchzubringen, ein Umstand, der leider von den Kassen bisher in keiner Weise berücksichtigt wird.

"Innerhalb der Ärzteschaft gibt es außerdem seit einigen Jahren das sogenannte "Diplomfortbildungsprogramm", in welchem Ärzte eine bestimmte Anzahl von jährlichen Fortbildungsstunden zu absolvieren haben. Im Rahmen dieser Fortbildung ist auch den Stoffwechselerkrankungen breiter Raum gewidmet." so Dr. Lothar Fiedler abschließend.

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