Faißt: Studiengebühren keine Lösung für Bugetnöte der Unis

Kolportierte Zahlen wieder einmal falsch

Wien (OTS) "Die Einführung von Studiengebühren - egal für welche Gruppe der Studierenden- ist eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung", betont ÖH Vorsitzender Martin Faißt (AktionsGemeinschaft) noch einmal sein klares Nein zu Studiengebühren. Die Österreichische Hochschülerschaft hat sich schon mehrfach dezidiert gegen die Einführung von Studiengebühren ausgesprochen. Die Hochschülerschaft setzt sich klar für die Erhaltung des freien Hochschulzugangs für alle Bevölkerungsgruppen ein. "Eine zukunftsorientierte Bildungspolitik muss daran interessiert sein, allen den Zugang zum Hochschulstudium zu ermöglichen", so Faißt. "Studiengebühren würden den Zugang zur Universität für finanziell schwächere Bevölkerungsgruppen unmöglich machen, was auf keinen Fall Ziel der Bildungspolitik sein kann", so Faißt. Studiengebühren für Seniorenstudierende werden von der ÖH als erster Schritt zu allgemeinen Studiengebühren gewertet.

Laut Zahlen des Ministeriums gab es im Wintersemester 1998/99 10 382 ordentliche Hörer, die nach Definition der Rektorenkonferenz- sprich Männer ab 45 und Frauen ab 40 Jahren- in die Gruppe der Seniorenstudierenden gerechnet werden. Wenn man davon ausgeht, dass sich nur jeder Dritte das Studium mit Studiengebühren leisten kann oder will, ergibt sich ein Betrag von 55 Millionen Schilling. Abgezogen werden müssen noch die Kosten für den zusätzlichen Verwaltungsaufwand, stellt die Hochschülerschaft die Berechnungen des Ministeriums in Frage. Schon bei der Diskussion um die Abschaffung der Familienbeihilfe für Studierenden wurde mit falschen Zahlen gerechnet.

Positiv beurteilt wird der Vorstoß von Bildungsministerin Gehrer den Gehalt der Uni- Bediensteten in Zukunft nach einem "all- inklusive" Modell zu regeln. "Von der ÖH wurde schon länger gefordert, die sogenannten Prüfungstaxen abzuschaffen- was durch das neue Modell gewährleistet wäre", so Faißt abschließend.

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