Schweitzer: Rechtschreibreform: Kostenargument ist nicht stichhaltig

Reform verursachte heilloses Chaos - Schüler sind Leidtragende

Wien, 2000-07-31 (fpd) - Die Rechtschreibreform habe in Wahrheit nur ein heilloses Chaos verursacht, meinte heute der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Karl Schweitzer, der gleichzeitig eine Rückkehr zur alten Rechtschreibung forderte. Das Kostenargument sei nicht stichhaltig. ****

"Mittlerweile schreibt jeder so, wie er will, egal ob Journalisten, Schriftsteller, Verlage, Printmedien, Firmen oder Privatpersonen", kritisierte Schweitzer den unhaltbaren Zustand. Sogar die bundesdeutschen Kultusminister seien in dieser Frage völlig hilflos. Der Chef der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Professor Christian Meier, fordere sogar die Zivilgesellschaft auf, die Sache in die Hand zu nehmen und bezeichne dies als den einzig möglichen Weg aus dieser Misere.

Die wirklich Leidtragenden seien die Schüler, betonte Schweitzer. Diese seien als einzige gezwungen, die neuen Regeln anzuwenden, ihnen müsse primär geholfen werden. Dies gehe aber nur durch eine Rückkehr zur alten Rechtschreibung.

Wie Schweitzer ausführte, sei das Kostenargument hier fehl am Platz und nicht stichhaltig. Es seien noch genügend Bücher in alter Rechtschreibung vorhanden sowie deren Drucksätze. Zudem müßten die Bücher ohnehin ständig adaptiert und inhaltlich adaptiert werden. Schweitzer forderte Ministerin Gehrer auf, die angeblich erwachsenden Mehrkosten genau zu beziffern, um damit eine reelle Diskussionsgrundlage zu bieten. (Schluß)

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