Tourismus: Bisherige Sommersaison ohne Zuwachs

Aktueller Bericht der Landesstelle für Statistik

Bregenz (VLK) - In der Vorsaison zum Sommer 2000 (Mai und
Juni) haben in Vorarlberg 198.500 Gäste 702.800
Übernachtungen gebucht. Laut dem aktuellen Tourismusbericht
der Landesstelle für Statistik ist das gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Minus von 0,7 Prozent
bei den Übernachtungen, wobei die Zahl der Gästeankünfte um
2,5 Prozent zugenommen hat. Im Mai/Juni 1999 waren 193.500
Gäste mit 707.400 Übernachtungen gemeldet. ****

Die Sommersaison 2000 hat relativ spät begonnen, weil alle Feiertage einschließlich Christi Himmelfahrt erst im Juni
waren. Im Mai mußte daher ein Rückgang der Nächtigungen von
17,5 Prozent hingenommen werden. Im Juni stieg die Nächtigungsziffer um 9,8 Prozent.

Das Nächtigungsminus wäre ohne die starke Frequenz auf den Campingplätzen und in den Massenunterkünften wesentlich höher ausgefallen. Auf den Campingplätzen wurde das Ergebnis des Vorjahres um 50 Prozent verbessert, wobei zu berücksichtigen
ist, dass es dort im Juni 1999 aufgrund der katastrophalen
Witterung nur wenige Nächtigungen gab. In den
Massenunterkünften stieg die Nächtigungsziffer um 3,5
Prozent. Im Beherbergungsgewerbe und in Privatquartieren einschließlich der Ferienwohnungen kam es aber zu spürbaren Verlusten. Im Mai/Juni 2000 wurden in den Hotels, Gasthöfen
und Pensionen 432.500 Übernachtungen gebucht, um zwei Prozent weniger als im Vorjahr, in den Privatzimmern 55.800,
ebenfalls um zwei Prozent weniger, und in den
Ferienwohnungen 115.400, um 6,5 Prozent weniger.

Aufgrund dieser Ergebnisse stagnierten auch die Erlöse aus
dem Tourismus. Die gesamten Umsätze, die mit dem Tourismus im Mai/Juni 2000 zusammenhängen, betrugen 3.696,6 Millionen
Schilling gegenüber 3.676,8 Millionen Schilling im Mai/Juni
1999. Die Valutenumwechslungen in den Vorarlberger
Geldinstituten haben allerdings zugenommen. Sie betrugen
heuer 760,3 Millionen Schilling gegenüber 742
Millionen Schilling im Vorjahr, was im Wesentlichen mit der Entwicklung der Ankäufe von Schweizer Franken und D-Mark zusammenhängt. Die Ankäufe von anderen wichtigen Währungen
waren rückläufig, insbesondere von US-Dollar und Lire.

Aus beinahe allen wichtigen Herkunftsländern sind in den
Monaten Mai und Juni 2000 Gäste ausgeblieben. Österreicher
haben auf den Campingplätzen deutlich mehr Übernachtungen verbracht als im Vorjahr. Dies bewirkte eine Zunahme der
gesamten Nächtigungsziffer der österreichischen Gäste um
sechs Prozent. Erfreulich ist das Ergebnis der Gäste aus der Schweiz, aus Liechtenstein sowie aus Schweden, die die Nächtigungsziffern von Mai und Juni 1999 mit zweistelligen Zuwachsraten erhöhten.

Nächtigungsziffer
Herkunftsländer Mai/Juni Mai/Juni Veränderung

1999 2000 in Prozent

Österreich 118.608 125.861 + 6,1 Belgien, Luxemburg 6.884 6.458 - 6,2 Deutschland 467.592 455.153 - 2,7 Frankreich 13.934 12.881 - 7,6 Vereinigtes Königreich 5.707 6.106 + 7,0
Italien 3.559 3.136 - 11,9 Niederlande 27.598 25.711 - 6,8
Schweden 4.159 5.875 + 41,3
Schweiz, Liechtenstein 39.195 43.290 + 10,4
USA, Kanada 5.161 5.187 + 0,5
Andere 14.984 13.117 - 12,5

Gesamt 707.381 702.775 - 0,7

Auf positive Ergebnisse kann in den beiden ersten Monaten
dieses Sommers nur die Region Bodensee-Alpenrhein mit einem Nächtigungsplus von elf Prozent hinweisen. Am Arlberg wurde
das Vorjahresergebnis zwar übertroffen, die Nächtigungsziffer
war aber mit 4.600 Übernachtungen relativ niedrig. Das
Montafon kam mit 105.400 Übernachtungen wiederum auf das
Niveau des Vorjahres. Im Bregenzerwald, in der Alpenregion
Bludenz und im Kleinwalsertal gab es zum Teil spürbare Nächtigungsverluste.

Nächtigungsziffer
Regionen Mai/Juni Mai/Juni Veränderung

1999 2000 in Prozent

Alpenregion Bludenz 69.998 66.087 - 5,6
Arlberg 3.777 4.557 + 20,7 Bodensee-Alpenrhein 170.889 189.438 + 10,9 Bregenzerwald 167.985 159.944 - 4,8 Kleinwalsertal 189.414 177.379 - 6,4
Montafon 105.318 105.370 + 0,0

VORARLBERG 707.381 702.775 - 0,7 (so/gw,nvl)

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