Korrigierte Neufassung der OTS0042 vom 30.07.2000

Will Sallmutter Richtungsgewerkschaften? Tips an "Gusi" im "Format" FCG-Schöls rüffelt und betont ÖGB-Überparteilichkeit

Niederösterreich (OTS) - "Lernen sie Geschichte, Genosse Sallmutter!" =

Mit schwerem Geschütz fährt der
Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesrat Alfred Schöls, gegen die Ratschläge auf, die GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter in der Montag-Ausgabe vom "Format" SP-Chef Gusenbauer gibt: "Wenn der Gewerkschafter Sallmutter seinen Genossen Gusenbauer rät, mit der SPÖ näher an den ÖGB zu rücken, weil er nur auf diese Art gewinnen könne, dan entpuppt sich Sallmutter als nur-Genosse und vertritt parteipolitische Richtungsgewerkschaften anstelle des überparteilichen ÖGB. Das gefährdet den sozialen Frieden in Österreich und ist ein schwerer Affront gegen uns Christgewerkschafter, die wir seit 1945 den ÖGB mit aufgebaut haben." Schöls unterstrich, daß "der ÖGB nicht der SPÖ gehört" und daß Österreich in der Zwischenkriegszeit mit den Richtungsgewerkschaften die denkbar schlechtesten Erfahrungen gemacht hat. Schöls adaptierte dazu ein klassisches Kreisky-Zitat: "Lernen Sie Geschichte, Genosse Sallmutter!"

Der Tipp Sallmutters an Gusenbauer schade dem ÖGB auch noch von einer anderen Seite, ist Schöls überzeugt: "Merkt denn Sallmutter nicht, dass dem ÖGB die Mitglieder davonlaufen, weil sie nichts mit der SPÖ und den Donnerstags-Marschierern zu tun haben wollen?" Schöls verabsäumte es auch nicht, auf die historischen Verdienste der Christgewerkschafter um den ÖGB (Lois Weinberger), den Gewerkschaftsgedanken (Johann Gassner) und die Sozialgesetzgebung (Grete Rehor) hinzweisen. (schluss)

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