Pirklhuber kritisiert Molterers Sparpläne bei Bundesanstalt für Bergbauern Landwirtschaftsministerium scheinen kritische Berichte unangenehm zu sein

Wien (OTS) "Landwirtschaftsminister Molterer setzt den Sparstift gerade dort an, wo seit Jahren sehr effiziente und objektive Forschung betrieben wird: bei der Bundesanstalt für Bergbauernfragen. Der Einsparungseffekt wird nahe Null sein, weil sich das bisher erfolgreiche Institut mit den 13 MitarbeiterInnen bereits ohnehin teilweise über EU-Projekte finanziert", so der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. Es sei zu befürchten, dass damit eine Forschungseinrichtung, die dem Mainstream der Agrarlobby nicht immer genehm war, zum Schweigen gebracht werden soll. "Die Forschungsberichte des Instituts zu den Themenbereichen Verteilungsgerechtigkeit von Agrarförderungen, der Möglichkeit von gentechnikfreien Zonen sowie zu den Themen Demokratie, Frauen und Armut im ländlichen Raum sind dem Landwirtschaftsministerium offensichtlich unangenehm", vermutet Pirklhuber.

Für eine interessierte Öffentlichkeit seien die Forschungsberichte der Bundesanstalt für Bergbauernfragen eine interessante Ergänzung zur üblichen agrarischen Eintopf-Berichterstattung und den Selbstbeweihräucherungen der Funktionäre. "Offensichtlich ist der Landwirtschaftsminister an einer kritischen Analyse nicht interessiert, weil damit konkrete Schritte gegen die Intensivierung, den rasanten Strukturwandel und das Bauernsterben eingeleitet werden müssten", vermutet Pirklhuber.

Nach offiziellen Meldungen soll die Bundesanstalt für Bergbauernfragen mit der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft zusammengelegt werden. Dies bedeutet nicht nur einen Ortswechsel für das Institut, sondern auch eine neue Struktur und damit einen Anschlag auf die wissenschaftliche Eigenständigkeit der Bundesanstalt für Bergbauernfragen.

Pirklhuber erinnert, dass Österreich innerhalb der EU mit 70% den höchsten Anteil an Berggebieten hat. 51% (das sind rd. 89.000) der Betriebe und 57% der landwirtschaftlich genutzten Fläche liegen im Berggebiet. Die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern im Berggebiet hat auch einen bedeutenden positiven Effekt auf die Kulturlandschaft und damit die Tourismusregionen. Angesichts dieser Tatsache möge Molterer dieses erfolgreiche Institut nicht in seiner Arbeit behindern und zum Wohle der Bäuerinnen und Bauern weiterarbeiten lassen, schließt Pirklhuber.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: pressebuero@gruene.at

Pressebüro der Grünen im Parlament

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB/OTS