"profil"-Interview: Prodi greift in Europa-Zukunftsdiskussion ein

EU-Kommissions-Präsident Prodi kann sich in der Zukunft einen vom Volk gewählten EU-Präsidenten in der Zukunft vorstellen. Seine Botschaft an die Ostländer: "Ich arbeite wie ein Verrückter" für die Erweiterung

Brüssel (OTS) - Der Präsident der EU-Kommission Romano Prodi greift in einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" in die laufende Diskussion über die Zukunft Europas ein. Er sei Ð für einen späteren Zeitpunkt Ð durchaus dafür, dass der EU-Präsident direkt vom Volk gewählt wird:
"Heute noch nicht, morgen."
Prodi verwehrt sich gegen die Visionen eines Europas, in der die Kommission weniger Gewicht haben sollte als heute. ãAuch in der Zukunft wird es kein Europa ohne Kommission geben."
Auf die Osterweiterung angesprochen, sagte Prodi zu "profil": "Sie können diesen Staaten ausrichten: Wir sind absolut für die Erweiterung. Ich arbeite wie ein Verrückter daran." Gleichzeitig lehnte er aber ab, den Beitrittskandidaten einen klaren Terminplan zu geben: "Die würden sofort aufhören, an der Reform zu arbeiten, wenn wir jetzt sagen: Schau, mein Lieber, am 1. Jänner 2003 trittst Du bei."
Österreich hätte bei der Osterweiterung jedenfalls "eine große Verantwortung und eine große Mission: Ihr kennt Euch aus in Ungarn und Tschechien, Ihr kennt die Region am besten" meint der EU-Präsident.
Auf die Gefährdung von Arbeitsplätzen von Österreichern im Falle eines Beitritts der Nachbarländer angesprochen, antwortete Prodi:
"Die Leute kommen ohnehin jetzt schon."
Der Kommissions-Präsident kündigte eine große Aufklärungskampagne gegen die Erweiterungs-Skepsis an. Und er versichert: "Wir brauchen die Zuwanderer."

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