"profil": Kultusgemeinde will 8000 Juden nach Wien holen

Kultusgemeinde-Präsident Muzicant will Finanzprobleme durch Neuzuzüge lösen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, plant die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) in den nächsten Jahren etwa 8000 Ostjuden nach Wien zu holen. Aufgrund der Abwanderung und der Überalterung der Gemeinde verliert die IKG Mitglieder. IKG-Präsident Ariel Muzicant:
"Es ist eine Frage der Zeit, bis es in Österreich keine Juden mehr gibt. Um die Gemeindestrukturen langfristig am Leben zu halten brauchen wir insgesamt 20.000 bis 25.000 Bürger."

Zur Zeit hat die IKG 6500 Mitglieder. Durch die restriktive Einwanderungspolitik der Bundesregierung ist der Neuzuzug gestoppt worden. Zudem hat die IKG schwerwiegende Finanzprobleme. Die jährliche Neuverschuldung beträgt 30 bis 40 Millionen Schilling. Muzicant hofft durch den Neuzuzug langfristig die Finanzprobleme in den Griff zu bekommen. Der IKG-Präsident weist im Zusammenhang mit der Emigration von Ostjuden aber auch auf die historische Schuld Österreichs am Holocaust hin.

Sein Plan: Die Greencard für einreisewillige Ostjuden soll mit einer bedarfsorientierten Einwanderungspolitik der Bundesregierung gekoppelt werden. ãDie Österreicher sind weit davon eine Quote zu installieren, also soll es wenigstens Greencards für Leute aus der Mathematik, EDV oder Kultur geben", so Muzicant. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel habe ihm Unterstützung zugesagt, berichtet der IKG-Präsident: "Schüssel hat gesagt: Fangen wir einmal mit 500 Zuwanderern an."

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