FORMAT: Sallmutter spricht sich gegen ÖGB-Spitzen im Nationalrat aus.

GPA-Chef "empfiehlt" SPÖ näheres Zusammenrücken mit Gewerkschaft

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT fordert GPA-Chef Hans Sallmutter die ÖGB-Spitze wie Präsident Fritz Verzetnitsch oder Metaller-Chef Rudolf Nürnberger auf, ihre Plätze im Nationalrat zu räumen. Sallmutter:
"Die Gewerkschaftsspitzen müssen häufig, um zu Ergebnissen zu kommen, Kompromisse eingehen. Jemand aus der zweiten Reihe, der im Nationalrat sitzt, kann dagegen meist kantiger und forscher kämpfen. Dem kann ich sagen, daß dieses oder jenes noch wichtig wäre, und er wird alles daran setzen, das noch in das Gesetz hineinzubekommen. Auch aus persönlichen Gründen werden Vertreter der zweiten Reihe weniger Kompromisse machen- weil die in der Gewerkschaft natürlich bestrebt sind, Erfolge heimzubringen, um sich als Chef-Nachfolger zu profilieren."

Weiters empfiehlt Sallmutter dem SPÖ-Vorsitzenden Alfred Gusenbauer, näher an die Gewerkschaft zu rücken. Dadurch ließen sich Fehler aus der Vergangenheit vermeiden. Sallmutter: "Die bisherige SPÖ wäre gut gefahren, wenn sie nicht zur Allerweltspartei geworden wäre. Dann wäre sie nicht zuletzt bei 33 Prozent gelandet."

Eine Abfuhr erteilt Sallmutter dem Vorschlag von Arbeitsminister Martin Bartenstein, die Mitversicherung für Ehefrauen zu streichen. "Das ist undifferenziert, dafür gibt es keinen Anlaß, außerdem ist immer Vorsicht geboten, wenn eine Initiative von Minister Bartenstein kommt. Der vertritt ja prinzipiell die Interessen der Unternehmer. Unser leistungsstarkes Sozialsystem funktioniert nur, wenn alle solidarisch einzahlen. Wenn das nicht mehr ist, geht das zu Lasten der Schwachen."

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