Feurer: Jüngster Gensoja-Skandal bei Futtermitteln zeigt Notwendigkeit umfassender Kennzeichnungspflicht

Landwirtschaft und Konsumenten brauchen Sicherheit und Transparenz

St. Pölten, (SPI) - "Der jüngste Gensoja-Skandal bei Futtermitteln für die Landwirtschaft, wo in 20 von 27 untersuchten Proben gentechnisch verändertes Soja enthalten war, zeigt einen nicht gerade verantwortungsbewußten Umgang des Landwirtschaftsministers in Sachen Konsumentenschutz und Kennzeichnungsbestimmungen. Es stellt sich einmal mehr die Frage, ob die Kampagne der Landwirtschaft mit dem "Feinkostladen Österreich" und die immer wieder kolportierte umweltverträglichen Landwirtschaft den praktizierten Methoden noch entsprechen. Als Konsument muss man sich nach den letzten Enthüllungen fragen, ob man nicht laufend getäuscht wird und man in derartige Werbekampagnen noch Vertrauen setzen darf", kommentiert der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Werner Feurer, jüngst bekanntgegebene Untersuchungsergebnisse.****

"Immer deutlicher tritt aber auch der Interessenkonflikt von Landwirtschaftsminister Molterer, der zugleich die Umweltagenden in seinem Ministerium wahrzunehmen hat, zu Tage. Wir brauchen in Österreich nicht nur raschest entsprechende Kennzeichnungsbestimmungen für Futtermittel, wir brauchen auch einen entsprechenden Schutz für die Konsumenten. Gentechnik ist sicher keine Wissenschaft, die vorab verteufelt werden darf. Aber Klarheit und Transparenz ist angesagt wenn es darum geht, dass die Konsumenten klar zwischen Produkten mit oder ohne gentechnisch veränderten Rohstoffen wählen können", so Feurer weiter.

"Landwirten, die im guten Glauben Futtermittel kaufen, in denen, wie sich im nachhinein herausstellt, gentechnisch veränderte Rohstoffe enthalten sind, kann kein Vorwurf gemacht werden. Vielmehr ist der Landwirtschafts- und Umweltminister Wilhelm Molterer gefordert, endlich die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit eine tatsächliche Wahlmöglichkeit - sowohl für die Landwirte, als auch für die Konsumenten - geschaffen wird", so der SP-Umweltpolitiker abschließend.
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