"Neue Zeit" Kommentar: "Zielgruppen" (von Gabriela Rumpelsberger)

Ausgabe vom 29. 7. 2000

Graz (OTS) - Nachdem der Wahlkampf in der letzten Landtagssitzung
in einem harten Schlagabtausch eröffnet wurde und niemanden in eine kurze Sommerverschnaufpause zu entlassen schien, ist nun vordergründig wieder Ruhe eingekehrt. Nur einzelne Pressekonferenzen zu den Strategien für die nächsten drei Monate werden gegeben, die Schwerpunkte lassen sich nur auf den Plakaten erahnen. Das gilt zumindest für die VP, SP und FP, die es sich leisten können, alles zu zu plakatieren. Die SP setzt mit LHStv. Peter Schachner auf die "rote Karte für den schwarz-blauen Sozialabbau", die VP mit LH Waltraud Klasnic auf die Darstellung der glücklichen und idyllischen Steiermark und die FP plakatiert ihre Spitzenkandidatin Theresia Zierler im Doppelpack mit FP-Obmann Michael Schmid vor einer Blasmusikkapelle als starke Frau der Steiermark. Dem allen wollen sich die beiden Kleinparteien im Landtag nicht nur aufgrund des mangelnden Budgets entziehen. Beide setzen nach wie vor auf Sachpolitik und auf Themen, die ihnen mittlerweile neben einer Kontrollfunktion klar zugeschrieben werden: dem LIF Minderheitenrechte und Wirtschaftsliberalismus, den Grünen Menschenrechte und Umwelt. Und beide widmen sich verstärkt der Auslotung von Zielgruppen - vor allem im Wählerpotenzial der Mitbewerber. Und dort dürften sie mehr als fündig werden. Denn für Protestwähler eignet sich die FP seit ihren Regierungsehren nicht mehr und der Kurs der VP und SP dürfte auch nicht alle ihrer bisherigen Sympathisanten zufrieden stellen.

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