"Kleine Zeitung" Kommentar: "Stillstand im Transit" (von Johannes Kübeck)

Ausgabe vom 28.07.2000

Graz (OTS) - Selbst EU-Kommissarin Loyola de Palacio wusste nach
dem Beschluss der Kommission nicht genau, wie viele zusätzliche Transitfahrten durch Österreich das Gremium eigentlich beschlossen hat. Besser kann an den sorglosen Umgang der Eurokraten mit dem heiklen Thema Alpentransit nicht illustrieren.

Brüssel hat bestenfalls verhindert, dass der Lkw-Transit durch Österreich ab Ende August zum Stillstand kommt und hat sich eine Atempause bis zum Herbst verschafft. Sogar die Tiroler haben das begrüßt. Offenbar sind sie noch von der letzten Brennerblockade erschöpft.

An sich hat die Europäische Union ihre jahrelange Untätigkeit, was die Transportpolitik angeht, mit diesem Beschluss nur fortgesetzt.

Es ist zwar schon eine Unmenge Papier produziert worden, das den Handlungsbedarf für eine erkennbare EU-Verkehrspolitik aufzeigt, dennoch rückt der Zeitpunkt unaufhaltsam näher, zu dem die Straßen gar nicht mehr aufnehmen können, was die Wirtschaft durch die Lande karren will.

Das Papier, das in den Brüsseler Schubladen verstaubt, ist geduldiger, als es die Anrainer etwa an den alpinen Fernverkehrsstrecken sind.

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