"Starkes Außennetz für Österreichs Wirtschaft"

Vorstellungen der WKÖ zur Reform der Österreich Werbung - GesmbH übernimmt gemeinsame Aufgaben für Dachmarke Österreich

Wien(PWK651) "Wir wollen im Interesse Österreichs ein starkes Außennetz schaffen, in dem künftig alle wirtschaftlichen Aktivitäten gebündelt werden. Dazu soll eine GesmbH der Republik und der WKÖ gegründet, in die unsere Außenwirtschaftsorganisation eingegliedert wird. Die Österreich Werbung soll dieser GesmbH, ebenso wie andere mögliche Partner, als Gesellschafter beitreten", präsentierte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl in Anwesenheit von Tourismus-Bundessektionsobmann Johann Schenner und Generalsekretär-Stellvertreter Egon Winkler die Vorstellungen der Wirtschaftskammer zur Reform der Österreich Werbung.

Erste Gespräche darüber mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Staatssekretärin Mares Rossmann sind, wie Leitl am Donnerstag vor Journalisten ausführte, erfolgreich angelaufen. Das Projekt werde jetzt wirtschaftlich, rechtlich und steuerlich geprüft. Eine Umsetzung der Reformpläne könnte bereits mit 1. Jänner 2001 beginnen. Vorteile einer starken österreichischen Präsenz im Ausland wären geringere Kosten und weniger Bürokratie. An der neuen Organisation könnten sich alle Partner beteiligen, die außenwirtschaftlich orientiert sind, wie etwa die Landwirtschaft (AMA) oder die Weinwirtschaft, aber auch kulturell oder sportlich interessierte Netzwerke und Institutionen. Das Einsparungspotential der WKÖ-Außenwirtschaftsorganisation bezifferte Leitl mit "mindestens zehn Prozent". Derzeit kostet diese cirka 700 Millionen Schilling pro Jahr, das Budget der Österreich Werbung liegt bei mehr als 600 Millionen.

Die aktuelle Suche nach einem neuen ÖW-Geschäftsführer müsse mit den neuen Überlegungen synchronisiert werden, betonte Leitl. "Wir haben jetzt eine Chance, den ganzen Bereich neu zu gestalten. Wir werden in den nächsten Wochen intensiv alle Voraussetzungen prüfen und mögliche Synergiepotentiale erschließen." Beraten wird auch über eine Einbindung der österreichischen Kulturinstitute im Ausland, ebenso soll ein Konzept zur Errichtung von Österreich-Häusern geprüft werden.

Die Bundesländer werden eingeladen, nach dem Motto "Leistung-Gegenleistung" (Leitl) professionelle Angebote zur Vermarktung des Tourismus in Anspruch zu nehmen. Die "Marke Österreich" müsse eine internationale Prestigesache werden. Deshalb trete auch er für die Schaffung einer "ÖW neu" ein, sagte Sektionsobmann Schenner. Generalsekretär-Stv. Winkler betonte, dass die aus der WKÖ ausgegliederte Außenwirtschaftsorganisation prinzipiell erhalten bleiben, aber im Sinn eines Profit-Centers neu gegliedert werden soll. "Wir wollen die Schwerpunkte dort setzen, wo wir glauben, dass es für österreichische Firmen interessant ist." Derzeit fließen nur rund 15 Prozent der österreichischen Exporte in Länder außerhalb Europas. Den 81 Aussenhandelsstellen stehen derzeit 27 ÖW-Zweigstellen, vor allem in Europa, aber auch in USA, Japan und Australien, gegenüber. Für die neue Organisation sollen möglichst viele Partner gefunden werden, fasste Leitl zusammen: "Alle sollen Gewinner sein, indem wir die Marke Österreich bestmöglich transportieren". (hp)

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