Arbeiterkammer-Präsident Hubert Wipplinger weist un- qualifizierte Kritik an Gebietskrankenkasse-Demo zurück

Linz (AKO) "Wer die Protestaktion der Gebietskrankenkasse gegen die Einführung von Ambulanzgebühren in ein parteipolitisches Licht rücken will, zeigt damit vor allem eines: dass er nicht auf Seiten der Versicherten steht", kontert AK-Präsident Hubert Wipplinger Kritik an der gestrigen Demonstration von Krankenkassen-Mitarbeitern.

Am Mittwoch waren rund 1000 Mitarbeiter der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse vor das Landhaus gezogen, um Landesrat Walter Aichinger eine Protestnote zu überreichen. Ihre Argumente: Die Einführung einer 250-Schilling-Gebühr beim Besuch eines Ambulatoriums würde die Patienten mit 1000 Schilling im Jahr zusätzlich belasten. Die Kassen-Ambulatorien müssten auf längere Sicht schließen, da die Versicherten nur mehr zu den niedergelassenen Ärzten gehen würden, wo keine Gebühr zu bezahlen sei. Das würde letztlich 300 Arbeitsplätze kosten.

Für AK-Präsident Wipplinger ist klar: "Die medizinische Versorgung in Oberösterreich würde schlechter werden." Draufzahlen würden vor allem ältere und einkommensschwächere Versicherte. Nützen würde die Ambulanzgebühr nur den niedergelassenen Ärzten, denen die kostendämpfende Konkurrenz durch die Kassen-Ambulatorien schon lange ein Dorn im Auge ist.

VP-Nationalratsabgeordneter Helmut Kukacka hatte die Protestaktion als "Säbelrasseln einer versteinerten SPÖ-Bastion" bezeichnet. Offenbar, so Wipplinger, sei ihm entgangen, dass auch die ÖAAB-Fraktion in der Gebietskrankenkasse die Bedenken der Belegschaft teile: "Kukacka outet sich ganz klar als Vasall der Ärzte-Lobby, dem die Versicherten egal sind!"

Zu Äußerungen des Freiheitlichen Max Walch, der Protestaktionen generell kritisierte, meint Wipplinger: "Das disqualifiziert sich selbst. Noch herrscht in Österreich kein Demonstrationsverbot."

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