- 27.07.2000, 10:51:48
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Papházy: Konrad agiert politisch - Rücktritt des Akkreditierungsrates
Lorenz Fritz: Auch Vertreter der Wirtschaft gehören in Akkreditierungsrat
Wien, 2000-07-27 (fpd) - "Statt vor der Universität Wien am 19.
Februar 2000 Hetzreden gegen die neue Regierung zu halten, hätte
Konrad seiner Tätigkeit als Vorsitzender
des Akkreditierungsrates nachkommen sollen. Der Akkreditierungsrat
hatte genug Zeit, die Bewerber um den Status einer Privatuni genau zu
prüfen", unterstreicht FPÖ-Abgeordnete Sylvia Papházy. "Prof. Konrad
soll seine politischen Aktivitäten nicht über den Akkreditierungsrat
austragen. Damit blockiert Konrad die Entwicklung der Wissenschaft in
Österreich. Wenn Konrad politisch agieren will, soll er in die
Politik gehen."****
Daß der Vorsitzende des Akkreditierungsrates den Bewerbern für
Privatunis nunmehr mit negativen Entscheidungen drohe, zeige Papházy,
daß Konrad offenbar überfordert sei. "Konrad dürfte übersehen haben,
daß der Akkreditierungsrat ein Kollegialorgan sei, in dem er nicht
das alleinige Sagen hat. Seine neuen Aussagen bedeuten eine klare
Kompetenzüberschreitung."
Daß sich der Akkreditierungsrat als lernendes System verstehe (O-Ton
Prof. Konrad), sei für Papházy eine weitere Bestätigung, daß der
Akkreditierungsrat rücktrittsreif sei.
"Der Akkreditierungsrat war von der Intention des Gesetzgebers als
Expertengremium gedacht und sollte sich auch selber als solches
verstehen", so Papházy weiter.
Einig sei sich Papházy mit dem Generalsekretär der
Industriellenvereinigung Lorenz Fritz, daß auch Vertreter der
Wirtschaft in den Akkreditierungsrat gehören. "Die geforderten
Kenntnisse des Universitätswesen sind auch dort verfügbar" - ist
Papházy überzeugt. "Im Universitätskuratorium sitzen in bewährter
Weise zur Hälfte Vertreter der Wirtschaft."
Die Zeitverzögerung sei für Papházy auch aus der mittlerweile
offenkundig falschen Besetzung des Akkreditierungsrates zu erklären.
"Es ist gesetzlich vorgesehen, daß der Akkreditierungsrat über die
Anträge binnen 6 Monaten entscheidet. Sofern er seine Arbeit nicht im
August ordnungsgemäß und persönlich wahrnimmt, sollte der
Akkreditierungsrat dringend die Konsequenzen ziehen und
zurücktreten." Die für 30. Oktober 2000 anberaumte nächste Sitzung
ist für Papházy jedenfalls zu spät, schloß Papházy. (Schluß)
Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat
Tel.: (01) 40 110 /5491
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