- 26.07.2000, 16:34:37
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Wiener Symphoniker: Ein Glücksgriff für die Festspiele BILD
Montfortorden-Verleihung durch LH Sausgruber
Bregenz (VLK) - Die Wiener Symphoniker feiern in diesem
Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Im Anschluss an das
Orchesterkonzert heute, Mittwoch, im Festspielhaus in Bregenz
verlieh Landeshauptmann Herbert Sausgruber den Montfortorden
in Gold stellvertretend für die Wiener Symphoniker an drei
Persönlichkeiten: Symphoniker-Präsident Rudolf Streicher,
Generalsekretär Rainer Bischof und Chefdirigent Vladimir
Fedoseyev. ****
Mit dem Montfortorden werden Nicht-Vorarlberger
Persönlichkeiten geehrt, die sich um das Land Vorarlberg
besonders verdient gemacht haben. In seiner Laudatio betonte
Landeshauptmann Sausgruber, welchen "Glücksgriff die
Bregenzer Festspiele mit dem Engagement der Wiener
Symphoniker getan haben. Diese Einmaligkeit der langen
Verbindung ist ein Garant für Qualität. Es erfüllt uns mit
Stolz und Freude, dass dieser 100-jährige Klangkörper von
internationalem Rang mehr als die Hälfte der Jahre, Sommer
für Sommer, am Bodensee verbracht hat." Und Sausgruber
abschließend: "Ich danke namens des Landes dem Orchester
Wiener Symphoniker, vertreten durch die drei Geehrten, für
die großen Verdienste um das Land Vorarlberg."
Präsident Rudolf Streicher (Jahrgang 1939) hat eine
berufliche Ausbildung mit stark technischen Zügen absolviert:
Werkzeugmacher, technischer Zeichner, Doktor der Montanistik.
Seine politischen Funktionen sind ebenfalls nicht musisch
geprägt. Als Dirigent arbeitete Streicher u.a. mit
Kirchenchören in Linz und Leoben, dem Universitätsorchester
und Universitätschor der Montanuniversität, den Symphonie-
Orchestern in Leoben und Stockerau. Rudolf Streicher
musizierte in der Folge auch mit namhaften Berufsorchestern,
dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester, dem
Mozarteum Orchester Salzburg, dem Wiener Johann Strauß-
Orchester, dem Tschaikowsky Symphonie-Orchester in Moskau und
mit den Wiener Symphonikern, deren Präsident er seit 1998
ist.
Generalsekretär Rainer Bischof (Jahrgang 1947) absolvierte
das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Wien,
sowie das Kompositionsstudium an der Akademie für Musik und
darstellende Kunst in Wien, Kompositionsstudium bei Hans
Erich Apostel, Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und
Pädagogik an der Universität Wien. In den Jahren 1978 bis
1983 leitete er das künstlerische Betriebsbüro der Wiener
Konzerthausgesellschaft und danach von 1984 bis 1988 das
Theaterreferat des Kulturamtes der Stadt Wien und von 1986
bis 1988 zusätzlich das Musikreferat des Kulturamtes der
Stadt Wien. Zur selben Zeit war er Intendant des "Wiener
Musiksommers". In diesen Jahren betätigte sich Bischof auch
als Leiter musikalischer und philosophischer Kurse an Wiener
Volkshochschulen. Als Wissenschafter verfasste er zahlreiche
Arbeiten zur Philosophie und Musikästhetik.
Seit Oktober 1988 ist Dr. Rainer Bischof Generalsekretär
der Wiener Symphoniker und seit 1991 Präsident der
Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft sowie
Vizepräsident der Alban Berg-Stiftung.
Chefdirigent Vladimir Fedoseyev (Jahrgang 1932) steht seit
1974 dem Tschaikowsky-Symphonieorchester Moskau als
Chefdirigent vor und feierte dort 1999 sein 25. Jubiläum als
Künstlerischer Leiter. Gleichzeitig konnte er sich eine
internationale Karriere aufbauen, die ihn zu den großen
Orchestern der Welt führte, so u. a. an das Symphonie-
Orchester des Bayerischen Rundfunks, Staatsorchester Hamburg,
Orchestre National de France, Orchestre Philharmonique de
Radio France, nach Italien, Skandinavien und in die Schweiz.
Das Tokyo Philharmonic Orchestra verpflichtete ihn als ersten
Gastdirigenten. Auch gastiert Fedoseyev regelmäßig an der
Mailänder Scala, an der Wiener Staatsoper und dem Opernhaus
Zürich, um nur einige zu nennen.
Es liegen zahlreiche Aufnahmen vor, für seine Einspielung
von Rimski-Korsakows "Die Mainacht" erhielt er den Grand Prix
Golden Orpheus.
Seit 1997 ist Vladimir Fedoseyev Chefdirigent der Wiener
Symphoniker. Im Rahmen der Bregenzer Festspiele leitete er
neben zahlreichen Orchesterkonzerten die Opernaufführungen
"Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch" von Nikolai
Rimski-Korsakow (1995) und "Der Dämon" von Anton Rubinstein
(1997).
Bitte Sperrfrist bis Mittwoch, 26. Juli 2000, 21.30 Uhr,
beachten
(tm/dw/dig,nvl)
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