AK: Aktionäre müssen Bank Austria Zukunft absichern

AVZ in unabhängige Stiftung umwandeln und Dividenden für Beschäftigungspolitik einsetzen

Wien (AK) - Auf die Einhaltung der Zusagen für eine expansive Zukunft der Bank Austria Gruppe im neuen Bankenverbund pocht AK Präsident Herbert Tumpel. Anders als bei einem Ausverkauf gründe sich die geplante Verflechtung auf ein unternehmenspolitisches Konzept -"und jetzt muss der Vorstand beweisen, dass er das auch realisieren kann". Die Fusion bringe durchaus eine Chance mit sich, so Tumpel:
Österreichische Aktionäre erhielten ein nicht unmaßgebliches Paket an einem der großen europäischen Bankenverbunde. Das müsse aber auch genützt werden: Daher soll die AVZ rasch in eine unabhängige Stiftung umgewandelt werden. Bedingung sei, dass diese Stiftung ihre Anteile am neuen Bankenverbund langfristig halte und als strategischer Eigentümer einsetze und die Umsetzung der Zusagen - auf die Sicherung der Arbeitsplätze, den Bestand als Universalbank und auf den Ausbau zum Kompetenzzentrum für das Mittel- und Osteuropageschäft des Bankenverbunds überwache. Auch die Dividendenerträge der künftigen Stiftung müssen dafür verwendet werden, verlangt der AK Präsident:
"Ich erwarte mir, dass damit in Wien Arbeitsplätze geschaffen und die Arbeitnehmerförderung verstärkt werden." ****

Die AK trete grundsätzlich für österreichische Lösungen und für das Halten strategischen Eigentums an den wichtigen Unternehmen ein. Bei der Bank Austria Fusion erhalten österreichische Aktionäre nicht unmaßgebliche Aktienpakete an einem der großen europäischen Bankenverbünde. Anders als bei den geplanten Privatisierungsvorhaben der Bundesregierung werden Aktien nicht verkauft, sondern sollen in eine Stiftung eingebracht werden.

In diesem Fall seien den Beschäftigten Sicherheiten geboten worden, der Bank Austria die Zukunft als Universalbank und eine Expansion im Ostgeschäft zugesichert worden. Jetzt müsse der Vorstand beweisen, dass diese Versprechen auch gehalten werden - daran werde die Arbeiterkammer die Fusion letztlich messen, erklärt Tumpel. Vordringlich sei auch, dass die Bank Austria mit ihren Industriebeteiligungen verantwortungsbewußt und zukunftsorientiert im Interesse der tausenden Arbeitsplätze umgehe.

Dass diese Zusagen auch realisiert werden, müssen die österreichischen Kernaktionäre überwachen, verlangt Tumpel. Daher soll wie politisch vereinbart jetzt rasch die AVZ in eine unabhängige Stiftung umgewandelt werden und ihre Funktion als zweitgrößter Aktionär eines der größten europäischen Finanzinstitute auch wahrnehmen, verlangt der AK Präsident.

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