Bernd Schilcher: Reichen zwei Nobelpreisträger nicht?

Wien (OTS) - Erstaunt zeigte sich der akademische Leiter des internationalen Studienlehrgangs "Master of Law and Economics", Bernd Schilcher (Universität Graz) über die Aussagen des Akkreditierungsrates für Privatuniversitäten. Dieser hätte die Verschiebung seiner Entscheidung auf Jänner 2001 unter anderem damit begründet, daß erst die "Qualität des Lehrpersonals" überprüft werden müsse.

"In unseren Studiengängen lehren zwei Nobelpreisträger, nämlich Gary S. Becker und James Buchanan", erläuterte der Vertreter der IMADEC, einer der drei Bewerber um die Akkreditierung. Hinzu käme der Dekan der Law School der Bostoner Universität, Ronald Cass, der beispielsweise ab morgen in Wien "US-Legal System and rule of Law" unterrichtet. Weitere Fakultätsmitglieder sind unter anderem Prof. Kurt R. Leube (California State University), Prof. Anne-Marie Van den Bossche (Universität Antwerpen), Prof. Enrico Colombatto (Universität Turin), Prof. Christian Watrin (Universität Köln), Prof. Viktor Mayer-Schoenberger (Harvard University, Cambridge), Prof. Stephan Davies (Manchester Metropolitan University) oder Prof. Franz Marhold (Universität Graz).

"Ich kenne eigentlich keine österreichische oder deutsche Fakultär, an der zwei Nobelpreisträger in der Lehre tätig sind", stellte Schilcher fest und fragte: "Würden dann all diese Fakultäten auch keine Gnade vor den Augen des Akkreditierungsrates finden?"

Als völlig unannehmbar bezeichnete Schilcher die vom Akkreditierungsrat beschlossene Verschiebung der Entscheidung auf Jänner 2001. "Eine Behörde, die erst ein Jahr nach Ansuchen entscheiden will, verstößt nicht nur gegen das Gesetz, das eine solche Entscheidung innerhalb von sechs Monaten vorsieht, sondern zeigt auch wenig Verständnis für die Situation von Privatuniversitäten. Diese müssen rasch auf die Bedürfnisse von Wirtschaft und Gesellschaft reagieren, denn sie bekommen keinen Groschen öffentlicher Förderung." Es scheine dem Akkreditierungsrat nicht klar zu sein, welche Folgen die laxe Handhabung seiner Entscheidungspflicht für alle Beteiligten habe. (Schluß)

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