Titel: Entscheidung des Akkreditierungsrates - Vertagen der Akkreditierung für Privatuniversitäten auf ein halbes Jahr

Sonderbare Behandlung von IMADEC und Nobelpreisträgern

Wien (OTS) - Zum ersten muß gesagt werden, daß die Entscheidung des Akkreditierungsrates, IMADEC als österreichische private Universität zu akkreditieren, auf ein halbes Jahr vertagt wurde, auf größtes Unverständnis stößt. Die gestellten Anforderungen laut Privatuniversitätsgesetz würden von IMADEC zur Gänze erfüllt, es wurde allen Anforderungen entsprochen, sodaß die Akkreditierung IMADEC's als Privatuniversität lediglich ein Formalakt zu sein schien, stellte Dr. Christian Joksch in einer ersten Stellungnahme fest.

Man habe es von seiten des Akkreditierungsrates nicht einmal der Mühe wert gefunden, in irgendeiner Form den persönlichen Kontakt über die Entscheidungsfindung zu suchen. IMADEC mußte aus den Medien erfahren, daß die Akkreditierung zur Privatuniversität auf ein halbes Jahr aufgeschoben wurde.

Die Begründung - wie nur über Umwege zu erfahren war - stelle sich in sieben Punkten dar, wobei der signifikanteste wohl ist, man müsse zuerst die Qualität der Professoren überprüfen.

Um nur einige Namen zu nennen, unterrichten bei IMADEC Größen wie Nobelpreisträger James M. BUCHANAN, der Dean der Boston Law School, Ronald CASS, Enrico COLOMBATTO, Alvin RABUSHKA, der Dean der Law School der Universität Graz, Franz MARHOLD, Prof. Heinrich NEISSER, EU-Kommissär Franz FISCHLER und viele andere mehr.

Die sieben neuen Akkreditierungskriterien im einzelnen:

1. Die Institution muß über Stammpersonal verfügen, das mit Verträgen für eine Dauer von mindestens zwei Jahre verpflichtet ist. Dieses Stammpersonal muß mindestens 50 % der Lehre eines Studienganges abdecken können und im Regelfall promoviert sein. Nach internationalem Standard sind pro Studiengang bzw. Fachbereich mindestens 3 Personen einer kontinuierlichen, mindestens halbtägigen, Beschäftigung zu verpflichten. Nur so kann gewährleistet werden, daß ein wissenschaftlicher Diskurs stattfindet. (§ 2 Z 3 u. 5).

2. Die Forschung muß in der Institution geleistet werden. Das bedingt das Vorhandensein einer kritischen Masse (siehe Pkt. 1) mit institutionalisierter Wissensproduktion und eine entsprechende Rückkoppelung der Lehre (§ 2 Z 5)

3. Das Personalauswahlverfahren für das gesamte wissenschaftliche Personal muß transparent, wettbewerbsorientiert und qualitätsgeleitet sein. (§ 2 Z 3 u.4)

4. Studienpläne (detaillierte Curricula) und Prüfungsordnungen müssen materiellen, fachlichen und formalen Anforderungen nach internationalen Standards genügen. Die Zulassung zum Studium muß mindestens den österreichischen Regelungen der allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen entsprechen (§ 2 Z 2).

5. Unter Raum- und Sachausstattung wird eine Ausstattung mit adäquaten Studienmitteln nach internationalen Standards verstanden (§ 2 Z 4).

6. Die Institution sollte über eine gewisse Breite des Studienangebotes verfügen. (§ 2 Z 2 u. 5)

7. Die mittel- und langfristige Finanzierung der Institution muß nachweislich gesichert sein.

"Es ist besonders bedenklich, daß die Akkreditierungskriterien den Institutionen erst mitgeteilt werden, nachdem sie sich für den Akkreditierungsprozeß entschieden haben und Gutachten von Gutachtern vorliegen. Darüberhinaus sei angemerkt, daß die Gutachter keinerlei Kenntnis hatten, was zu begutachten ist, was sich wiederum sehr deutlich widergespiegelt hat in ihren Berichten. Standards sollten an sich im Gesetz enthalten sein und nicht erst in der Diskussion entwickelt werden. Somit ist ein derartiges Verfahren als reine Willkür zu bezeichnen.

Als vielfach akkreditierte Institution, die schon mehrere internationale Akkreditierungsverfahren positiv absolviert hat wie z.B. WASC, AACSB und FIBAA kann eine derartige Vorgangsweise nur als sehr befremdend angesehen werden.

"IMADEC behält sich angesichts dieser Sachlage rechtliche Schritte gegen das Vorgehen des Akkreditierungsrates (Verwaltungsgerichtshof, Verfassungsgerichtshof) vor. Wir drängen auf eine Entscheidung, andernfalls ersuchen wir um ein Säumnisurteil durch den Verwaltungsgerichtshof, zumal eine Entscheidung innerhalb eines halben Jahres zu fällen ist", so Dr. Christian Joksch.

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