Bisher österreichweit 1.100 Personen mit Berufsreifeprüfung

Bereits über 5.500 Teilnehmer in Vorbereitungslehrgängen - Enorme Aufwertung des Lehrberufes erreicht

Wien (PWK642) - Mit September 1997 trat das Gesetz über die Berufsreifeprüfung in Kraft. "Mit der Berufsreifeprüfung wird erstmals in Österreich im Berufsleben erworbenes praxisbezogenes Wissen schulischem theoriebezogenen Wissen formell gleichgestellt", stellen die beiden Autoren der Evaluierungsstudie Susanne Klimmer vom ibw und Peter Schögl vom ÖIBF fest. Österreichweit sind bereits 1.100 Personen im Besitz des Berufsreifeprüfungszeugnis und die Zahl der TeilnehmerInnen in Vorbereitungslehrgängen liegt bereits bei weit über 5.000.

Dieser Zustrom zeigt, wie groß der Bedarf nach dieser bildungspolitischen Innovation war und wie erfolgreich die Umsetzung erfolgte. Eine Befragung der Teilnehmer an den Vorbereitungslehrgängen ergab, dass 89 Prozent gleichzeitig zum Lehrgangsbesuch einer Berufstätigkeit nachgehen. 63 Prozent der Teilnehmer haben einen Lehrabschluss. Als zentraler Grund der Entscheidung für die Berufsreifeprüfung wird von zwei Dritteln "etwas Neues dazu lernen wollen" genannt. Auch das Nachholen von Versäumtem, berufliche Höherqualifikation und Zugang zu höherer Bildung wird als sehr wichtig genannt.

Die Geschlechterverteilung in den Vorbereitungslehrgängen kommt mit 52,5 Prozent Frauen und 47,5 Prozent Männern der Gesamtpopulation Österreichs sehr nahe. Der überwiegende Teil war zum Zeitpunkt der Befragung zwischen 20 und 29 Jahre alt, 15 Prozent 35 Jahre und älter. Knapp drei Viertel der Befragten haben sich für die Berufsreifeprüfung entschieden, um damit Zugang zu jedem postsekundären Bildungsangebot zu haben. Hier hat Österreich im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine Vorreiterrolle übernommen, da die Berufsreifeprüfung einer AHS- oder BHS-Matura gleichgestellt ist und den Zugang zu allen Studienrichtungen ermöglicht.

Im Rahmen der Studie wurden auch österreichische Unternehmen befragt. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen beurteilen die Berufsreifeprüfung als sinnvoll. Gründe dafür sehen die Unternehmen in der Verbesserung der Allgemeinkenntnisse der MitarbeiterInnen ebenso wie in der beruflichen Höherqualifizierung. Ebenso drei Viertel der Unternehmen sind bereit, entweder durch Flexibilisierung der Arbeitszeit oder finanzielle Unterstützung der MitarbeiterInnen den Besuch der Vorbereitungslehrgänge zu ermöglichen.

Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse der Studie, dass von einer erfolgreichen Implementierung dieser bildungspolitischen Innovation gesprochen werden kann. (pt)

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