Sparvolumen bei Familienbeihilfe mit falschen Zahlen berechnet

WIFO bestätigt ÖH Vorsitzenden

Wien (OTS) - "Heute vormittag wurde uns vom WIFO bestätigt, dass eine Streichung der Familienbeihilfe kein Sparpotential von 5 Milliarden bringen würde", so ÖH Vorsitzender Martin Faißt (AG). Im Wintersemester 1998/99 haben, laut Hochschulbericht des Ministeriums, 75 104 Studierende öS 2000 Schilling Familienbeihilfe bezogen. Dazu gerechnet werden muss noch der Absetzbetrag von öS 700,- der an die Familienbeihilfe gekoppelt ist. Daraus ergibt sich ein Betrag von jährlich rund 2,4 Milliarden der den Studierenden in Form der Familienbeihilfe zu Gute kommt. Davon muss noch abgezogen werden, was die Studierenden derzeit an Familienbeihilfe im Rahmen der Stipendien bezogen wird. Somit ergibt sich ein Betrag von rund 1, 4 Milliarden, nach den Berechnungen der ÖH.

"Die Familienbeihilfe für Studierende ist ein wesentlicher Bestandteil, damit die universitäre Ausbildung allen zugänglich bleibt - und muss aus diesem Grund auf jeden Fall erhalten bleiben", so Faißt. Der Bezug ist bereits an Kriterien- die Mindeststudienzeit plus ein Toleranzsemester pro Abschnitt - gebunden. Eine Streichung der Familienbeihilfe hätte auch zur Folge, dass noch mehr Studierende arbeiten müssten, um sich ein Studium überhaupt leisten zu können, was wiederum zu einer Verlängerung der Studienzeiten führen würde. "Eine unserer zentralen Forderungen war es immer, den Studierenden ein Studium ohne Hürden zu ermöglichen. Dazu zählen auch finanzielle Unterstützungen wie Familienbeihilfe und Studienbeihilfe, darauf werden wir auch weiterhin bestehen", erklärt Faißt.

Das Ziel ist ein Studium in Mindestzeit zu ermöglichen, was durch Verbesserungen im Verwaltungsbereich der Unis, die Evaluierung mit Konsequenzen und die Abschaffung der Pragmatisierung erreicht werden kann. "Durch diese Maßnahmen könnte eine Effizienzsteigerung im Bereich der Universitäten erreicht werden", so Faißt.

Im Rahmen der Debatte um neuerliche Sparmaßnahmen der Regierung sorgt sich der ÖH Vorsitzende um neue Einschnitte in die Uni- Budgets. Um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können brauchen die Universitäten neben Strukturmaßnahmen auch Geld, um konkurrenzfähig zu bleiben. "Ich hoffe, dass die politisch Verantwortlichen ihre Entscheidungen nach den langfristigen Folgen und Wirkungen treffen und sich nicht von kurzfristigen Sparmöglichkeiten blenden lassen", so Faißt abschließend.

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