LHStv. Bauer: EUREGIO-Vorstand tagte in Skalica, Slowakei

EU-Förderprogramme versprechen Wachstumsschub für die Grenzregion

St. Pölten, (SPI) - Am 21. Juli 2000 traten die Vorstände der EUREGIO Weinviertel - Südmähren - und der Region Zahorie/Westslowakei in Skalica zur 3. gemeinsamen Vorstandssitzung zusammen. Der Regionalverband Weinviertel war durch LHStv. Dr. Hannes Bauer, die Landtagsabgeordneten Hiller (VP) und Motz (SP), Bezirkshauptmann Hofrat Wegl von der BH Hollabrunn, Dr. Freiler, Wirtschaftskammer Mistelbach sowie Weinviertel Manager Dipl.-Ing. Hansy und EUREGIO-Service Leiterin Mag. Waditschatka-Schneider vertreten. Die Arbeitstagung stand unter dem Motto "Vorbereitung auf die Programme INTERREG und PHARE CBC für den Zeitraum 2000 bis 2006".****

"Die Fördermittel für grenzüberschreitende Projekt in Niederösterreich werden kräftig erhöht. Künftig stehen rund 50 Millionen Schilling pro Jahr für die Niederösterreichischen Grenzregionen zur Verfügung. Die Zielkriterien bei Interreg-Projekten werden vor allem dann erfüllt, wenn ein klarer grenzüberschreitender Effekt in der Zusammenarbeit mit den Partnern der Nachbarregionen und in gemeinsamen Cross-Border-Projekten gegeben ist. Durch die EUREGIO werden wir diesem Anspruch gerecht", so LHStv. Dr. Bauer. Die EUREGIO verfügt dazu in den drei Mitgliedsregionen über die erforderlichen Service-Einrichtungen: das Weinviertel-EUREGIO Service in Zistersdorf, die Regionalentwicklungs-Agentur Südmähren in Brünn und die Regionalvereinigung Zahorie in Holic. Über diese drei Stellen werden die Arbeitsgruppen und Projektvorbereitungen koordiniert und abgestimmt.

Zwt.: Gemeinsamer Lenkungsausschuss für "Kleine Projekte"

Für sozio-kulturelle Projekte, die das gegenseitige Verständnis fördern und durch konkrete Zusammenarbeit verbessern helfen, gibt es in allen drei Ländern den sogenannten "Kleinprojektefonds". Hier können Gemeinden, Vereinigungen und Projektpartner Projekte bis zu einer Höhe von S 100.000,- beantragen. Bisher wurden im Weinviertel 33 "Kleine Projekte" gefördert. Im neuen Interreg-Programm werden die Mittel verdoppelt, sodass künftig Projekte im Gesamtausmaß von rund 1,2 Mio. S pro Jahr umgesetzt werden. Die EU fordert für diese besondere Form der grenzüberschreitenden lokalen Zusammenarbeit die Einrichtung eines gemeinsamen Lenkungsausschusses auf regionaler Ebene. Das Weinviertel Management ist bereits seit 1997 im Kleinprojekte-Ausschuss in Südmähren vertreten. Bei der Tagung wurde vereinbart, den gemeinsamen Lenkungsausschuss bis 2001 vorzubereiten.

Die Inhalte des Kleinprojekte-Lenkungsausschusses:
- Gleiche Termine für den Kleinprojektefonds Weinviertel und den Small-Project-Fonds Südmähren
- Gemeinsame Abstimmung in den Informationen über Richtlinien, Projektabwicklung und Projektpartner
- Vorbereitung einer einheitlichen Regelung in den Förderrichtlinien, die sowohl für ein EU-Land wie auch für einen Beitrittskandidaten passen.

"Als Vorsitzender des Regionalverbandes Europaregion Weinviertel sehe ich in dieser Entwicklung einen wichtigen Schritt in Richtung verstärkte Kooperation und Zusammenarbeit. Ganz im Sinne der Europaregion Weinviertel bemühen wir uns um eine grenzüberschreitende Kooperation in allen gesellschaftspolitisch relevanten Bereichen, um mittelfristig eine Annäherung der unterschiedlichen Niveaus herbeizuführen sowie grenzüberschreitende Produktions- und Wirtschaftsmöglichkeiten zu konzipieren, ohne daß es dabei zum Abbau von Umwelt- und Sozialstandarts sowie Arbeitsplätzen kommt. Die Plattform der Europaregion Weinviertel soll zu einer spürbaren Verbesserung der Lebens- und Wirtschaftsbedingungen in den drei Regionen führen und im Sinne des vielfältigen Gemeinsamen zu einer neuen Bewußtseinsbildung beitragen. Bei der gegenständlich Sitzung wurde daher auch die Geschäftsordnung der EUREGIO beschlossen. Durch die umfassenden Förderprogramme der Europäischen Union erwarte ich mir zudem einen doch maßgeblichen Wachstumsschub für die Grenzregionen. Wir wollen die Programme umfassend ausnützen - dazu bedarf es einer gewissenhaften Vorbereitung und einer intensiven Zusammenarbeit", so LHStv. Dr. Hannes Bauer abschließend.
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