GKK zu Einführung von Ambulanzgebühren: "Protestaktion im Sinne der Versicherten!"

GKK-Ambulatorien bilanzieren seit Jahren positiv!

Klagenfurt (OTS) - Bei der am 25. Juli 2000 vorgesehenen Protestaktion der Bediensteten der Kärntner Gebietskrankenkasse handelt es sich um eine "Betriebsversammlung außer Haus" auf Basis der Arbeitsverfassung und damit einem der Grund-gesetze der österreichischen Demokratie.

Der Protestinhalt richtet sich gegen die vom Gesetzgeber festgelegte zusätzliche Einhebung eines "Ambulanzselbstbehaltes", obwohl die GKK-Ambulatorien Ordinationen niedergelassener Ärzte sowohl vom Behandlungs- wie vom Abrechnungsinhalt gleichgestellt sind. Dieser von der Bundesregierung beschlossene zusätzliche Selbstbehalt stellt eine existentielle Bedrohung der GKK-Ambulatorien und gleichzeitig eine Ungleichbehandlung dar, da derartige Selbstbehalte bei Aufsuchen einer Facharztpraxis nicht abverlangt werden und sich vor allem negativ auf die Versichertengemeinschaft auswirken würde. Bei der Protestaktion und der anschließenden Überreichung einer Protestnote geht es primär um die Benachteiligung unserer Versichertengemeinschaft! Selbstverständlich ist für die Zeit der "Betriebsversammlung außer Haus" für die Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes gegenüber Patienten und Kunden gesorgt.

Zu den politischen Vorwürfen über Einsparungen und Kundenfreundlichkeit weist die Kärntner Kasse neuerlich darauf hin, dass ihre Ambulatorien durch die Einführung betriebswirtschaftlicher Methoden und Steuerungssysteme positiv bilanzieren und auch keinerlei Quersubventionierungen erfolgen - dies wäre gesetzlich ohnehin nicht möglich!

In Puncto "Kundenfreundlichkeit" ist anzuführen, dass die Zahnambulatorien in Klagenfurt und Villach bereits an vier Tagen in der Woche bis 19.00 Uhr geöffnet haben (!). Diese weisen somit Ordinationszeiten auf, die man im niedergelassenen Bereich keineswegs vorfindet und gerade die Arbeitnehmer begünstigen!

Zu Fragen der Kosten und Bilanzierungen wird seitens der GKK neuerlich darauf hingewiesen, dass es klare Vorgaben durch den Gesetzgeber und entsprechende Richtlinien durch den Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger gibt, die laufend von mehreren Organen geprüft werden. Auch die im Vorjahr erfolgte Prüfung durch den Rechnungshof bestätigte der Kärntner Kasse die strikte Einhaltung der vorgegebenen Sparpakete und in einer gesonderten Prüfung eine betriebswirtschaftlich zeitgemäße Vorgangs-weise bei den eigenen Gesundheitseinrichtungen (Ambulatorien).

Eine Einführung von zusätzlichen Selbstbehalten in Form einer Ambulanzgebühr würde dem Charakter der Ambulatorien sowie dem Gleichheitsgrundsatz niedergelassener Praxen völlig widersprechen und letztendlich eine klare finanzielle Benachteiligung für die 85.000 Ambulatorien-Kunden darstellen!

Von den politischen Vertretungen wäre daher eine Unterstützung zu erwarten, da gerade die Kärntner Patientenschaft, die von der Einkommenssituation her bundesweit an vorletzter Stelle liegt, durch die Einführung von zusätzlichen Ambulanzgebühren im Erkrankungsfall vor allem negativ betroffenen wäre.

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