GPA-Sallmutter zu Bank Austria-Übernahme

Interessen der Beschäftigten müssen gesichert werden

Wien (GPA/ÖGB). ”Größe allein ist kein Garant für den Erfolg”, kommentierte heute GPA-Vorsitzender, Hans Sallmutter, die geplante Übernahme der Bank Austria durch die HypoVereinsbank. ”Ich bin skeptisch, ob das ‚Big Player-Konzept‘ der Bank Austria aufgehen wird. Zahlreiche Fusionen im Bankenbereich haben letztendlich nicht die erhofften Erfolge gebracht. ” Schließlich sei auch die HypoVereinsbank selbst das Produkt einer Fusion, die sie noch nicht verdaut habe.++++

Nicht sonderlich erfreut zeigte sich Sallmutter auch über die Tatsache, dass es für die Bank Austria künftig keinen österreichischen Kernaktionär geben wird. Die Entscheidung über die Privatisierung der Bank Austria sei letztlich aber schon vor Jahren auf politischer Ebene gefallen. Die sich jetzt vollziehende Übernahme muss daher als eine sich daraus ergebende Konsequenz zur Kenntnis genommen werden. Unbeeindruckt zeigt sich Sallmutter vom Triumphgeschrei der Privatisierungsfanatiker: ”Im wirtschaftlich sehr erfolgreichen Bundesland Bayern gibt es etwa noch maßgeblichen öffentlichen Einfluss auf Industrie- und Bankenbetriebe. An unserer Kritik am Privatisierungskonzept der Bundesregierung werden wir daher auch künftig festhalten”, so Sallmutter.

Im konkreten Fall der Bank Austria gehe es nun darum, dass die Geschäftsleitung in einen intensiven Dialog mit den Beschäftigten sowie dem Betriebsrat eintrete. Aus Gewerkschaftssicht stehe die Sicherung der Interessen und Arbeitsplätze der MitarbeiterInnen der Bank Austria im Vordergrund. Eine Studie der Europäischen Kommission habe gezeigt, dass der Erfolg von Fusionen entscheidend von einer funktionierenden Kooperation zwischen Geschäftsführung und Belegschaftsvertretung abhänge.

ÖGB, 24. Juli 2000
Nr. 639

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