Ägypten: hohes Entwicklungspotential für Österreichs Exporteure

Liberalisierung, Marktöffnung, Privatisierung schreiten rasch voran - Assoziierungsabkommen mit EU vor Unterzeichnung

Wien (PWK638) - Ägypten nimmt als Außenhandelspartner international stark an Bedeutung zu. "Die zügige Liberalisierungspolitik, die weitere Marktöffnung nach Europa und die vorangetriebene Privatisierung ägyptischer Staatsbetriebe bietet enormes Entwicklungspotential und nicht zu unterschätzende Chancen für österreichische Unternehmen in dem über 60 Mio Einwohner zählenden Staat", berichtet Österreichs Handelsdelegierter in Kairo, Martin Glatz.

Ein jährliches Wirtschaftswachstum von rund fünf Prozent und eine relativ geringe Inflationsrate von offiziell drei Prozent bestätigen weitgehend die eingeschlagene Richtung der neuen Regierung. Die dringende Belebung des ägyptischen Kapitalmarktes sollte unter anderem durch das Gewinnen strategischer Investoren erreicht werden, meint Glatz. Zu den Schlüsselbereichen zählen vor allem Infrastruktur, Textil- sowie die lebensmittelverarbeitende Industrie.

Während sich ausländische Direktinvestitionen immer noch in Grenzen halten, expandieren ägyptische Unternehmen stark. Besonders dynamische Bereiche sind der Fremdenverkehr, die Bauwirtschaft, die chemische Industrie und die Stahlindustrie.

Der Außenhandel zwischen Österreich und Ägypten hat in den letzten Jahren von der sich belebenden Importnachfrage in Ägypten profitiert. 1999 stiegen die österreichischen Exporte um 16,4 Prozent auf 1,8 Mrd Schilling, die Importe aus Ägypten nahmen um 42,1 Prozent auf 248 Mio Schilling zu. Österreich liefert vor allem Maschinen, Pumpen, Spezialgeräte, bearbeitete Waren, insbesondere Papier, Baumaterialien sowie Eisen- und Stahlprodukte nach Ägypten. "Ein bedeutender Teil der österreichischen Lieferungen entfällt auf das Projektgeschäft im Infrastrukturbereich. Möglichkeiten bieten sich vor allem beim Ausbau der Wasser- und Energieversorgung, des Verkehrswesens und auf dem Gebiet des Umweltschutzes", erklärt Glatz.

Die anhaltende Industrialisierung des Landes eröffnet auch dem österreichischen Maschinen- und Anlagenbau beachtliche Chancen. Darüber hinaus besteht ein wachsender Bedarf an hochwertigen Vormaterialien und an moderner Technologie.

Zu einer weiteren Belebung des österreichisch-ägyptischen Außenhandels sollte mittelfristig auch die noch für dieses Jahr erwartete Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU durch Ägypten führen. Mit dem Inkrafttreten des Abkommens könne allerdings erst in ein, zwei Jahren gerechnet werden, berichtet der Handelsdelegierte aus Kairo. (Ne)

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